Der Waldkindergarten

Der Waldkindergarten

Der Waldkindergarten

Der Waldkindergarten – Vor- und Nachteile dieses besonderen Betreuungskonzepts

Kinder, die viel an der frischen Luft sind und sich in der Natur bewegen sind nicht nur weniger oft krank, sie entwickeln auch andere Fähigkeiten, die sie zu empathischen, verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen kleinen Menschen macht.

Diese Tatsache und auch der Mangel an geeigneten Räumlichkeiten durch stetig steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen, wurden von Pädagogen aufgegriffen und das Konzept des sogenannten Waldkindergartens entwickelt.

Für wen dieses Konzept geeignet ist, wie es funktioniert und warum dieser minimalistische Erziehungsansatz auch Schwierigkeiten mit sich bringt, das erfahren Sie hier.

Den Lebensraum Wald erobern und teilen

Tatsächlich sind die Kinder eines Waldkindergartens die ganze Zeit an der frischen Luft. Ihnen steht oftmals lediglich ein Bauwagen oder ein Unterstand für sehr schlechtes Wetter zur Verfügung. Auch Toiletten, Tische oder Stühle sucht man in einer solchen „Einrichtung“ vergebens.

Ihr Spielzimmer ist der Wald und den teilen sich die Jüngsten mit allerlei tierischen Bewohnern. So kommt es, dass die Kleinen auf ganz selbstverständliche Art lernen Rücksicht zu üben und anderes Leben, sei es auch noch so klein, zu respektieren und zu erhalten.

So sind auch die Namen und Spuren der Tiere, ihre Gewohnheiten und Beute häufig Thema während der Betreuung. Doch auch alles Wissenswerte zu Bäumen, dem Boden oder dem Wetter wird den Kindern spielerisch erklärt und ihre Neugier jeden Tag aufs Neue geweckt.

Spielen mit Fantasie und Naturalien

Wer meint, dass kleine Jungs mit ihren Autos und Baggern den Waldboden bearbeiten oder die Mädchen Behausungen für ihre Puppen bauen, der liegt falsch. Denn auch der Verzicht auf Spielzeug aller Art ist Teil dieses Konzepts.

So beschäftigen sich die Kinder lediglich mit den Sachen, die sie in der Natur finden. Ihre Spielsachen sind die Blätter und Zweige, das Moos und auch Steine, ihre Kulisse ist ein Bach, eine Lichtung, eine Wiese oder ein Fichtenwäldchen.

Es ist unglaublich, wie fantasievoll die Kleinen sich dort beschäftigen und erstaunlich wie vielseitig ein Wald sein kann, wenn man ihn mit den Augen eines Kindes unvoreingenommen betrachtet.

Waldkindergarten – das spricht dafür!

So zeigt sich in Studien, dass die Kinder aus diesem Betreuungsmodell profitieren und in einigen Bereichen des Lebens ihren Altersgenossen bei Schuleintritt durchaus einen Schritt voraus sind.

So ist erwiesen, dass Kinder, die einen Waldkindergarten besuchten wesentlich fantasievoller, naturverbundener und auch verantwortungsbewusster sind. Sie sind rücksichtsvoller und zeigen ein allgemein besseres Sozial- und Gruppenverhalten.

Auch sind sie durch ein starkes Immunsystem weniger oft krank als ihre Altersgenossen und glänzen mit einem reichhaltigen Wissen rund um Natur und Tiere. Für schüchterne Kinder macht sich auch die Tatsache bezahlt, dass in einem Waldkindergarten oft weniger Kinder in einer Gruppe betreut werden und individueller auf jeden Einzelnen eingegangen werden kann.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten – die Nachteile des Waldkindergartens

Doch gäbe es nur Vorteile, wären die Außenbezirke sicherlich bereits voll von diesen Einrichtungen und das Konzept weiter verbreitet.

So darf man auch die Defizite, die diese Kinder in den durchgeführten Studien aufwiesen, keinesfalls unter den Tisch fallen lassen, denn obwohl auch diese Kinder nach den bestehenden Möglichkeiten auf die Schule vorbereitet werden, mangelt es doch vor allem an den grob- und feinmotorischen Fähigkeiten. Auch das Verständnis von Farben und Formen ist nicht altersgerecht ausgeprägt und es fällt ihnen in der Schule wesentlich schwerer stillzuhalten und sitzen zu bleiben

Betreuungszeit und Co. – für welche Eltern eignet sich der Waldkindergarten?

Doch auch wenn Ihnen das Konzept gefällt und Sie sich wünschen würden Ihr Kind fernab der Hektik und des Lärms der Stadt betreuen zu lassen, kann es sein, dass Sie sich aufgrund der Rahmenbedingungen von diesem Wunsch verabschieden müssen.

So hat der Waldkindergarten, mangels der benötigten Räumlichkeiten, keine Möglichkeit einen Mittagsschlaf und ein Mittagessen zu gewährleisten. Somit beginnt die Betreuung, je nach Dunkelheit um etwa 07:30 Uhr an einem festen Abholpunkt und endet meist gegen 12:00 Uhr mit der Abholung des Kindes an diesem.

Auch müssen Sie sich im Klaren sein, dass Sie unter Umständen längere Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen, als bei einer städtischen Kita und das Frühstück für die Kinder selbst mitschicken müssen.

Kleiner Schmutzfink oder Prinzessin – passt mein Kind in einen Waldkindergarten?

Die wenigsten Waldkindergärten bieten Krippenplätze an, sodass Sie das Angebot nur für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren nutzen können. Denken Sie auch daran, Ihr Kind auf Allergien testen zu lassen, denn im Falle einer Pollenallergie wird das Frühjahr im Wald für Ihren Sprössling zur Qual.

Auch Kinder, die sich nicht gern schmutzig machen oder sich gern etwas schicker anziehen, sollten lieber auf einen Besuch des Waldkindergartens verzichten. Hier muss die Kleidung zweckmäßig sein und schmutzige Hände sind an der Tagesordnung.

Gegessen wird im Freien auf einer Isomatte, auch diesbezüglich sollte Ihr Kind keine Berührungsängste haben und Sie damit leben können, jeden Tag immer etwas mehr Gepäck auf dem Weg in die Kita im Schlepptau zu haben als andere Mütter.

Taschengeld bei Kindergartenkindern

Taschengeld bei Kindergartenkindern

Taschengeld bei Kindergartenkindern

Taschengeld bei Kindergartenkindern – sinnvoll oder nicht?

Erziehungswissenschaftler und Pädagogen sind sich einig, dass es wichtig ist, durch ein regelmäßiges Taschengeld Kinder sowohl an den Umgang mit Geld zu gewöhnen, als auch ein Gefühl für die Werte bestimmter Dinge zu manifestieren.

Doch ab wann sollte man seinem Kind ein Taschengeld zahlen und wie viel? Ist es sinnvoll diesen Bezug an Regeln zu knüpfen und was sollte davon gekauft werden? Viele Fragen, wir haben ein paar Antworten für Sie und klären über die wichtigsten Do’s und Don’ts zum Thema Taschengeld bei Kindern auf.

Geld sollte kein Tabuthema in der Familie sein

Eine traurige Studie zeigt, dass mittlerweile jeder 10. junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 24 Jahren verschuldet ist – Tendenz steigend. Das hat sicherlich viele Ursachen und ab und an steht auch hinter einer solchen Statistik ein bedauerliches Schicksal. Doch zeigt es auch, dass viele unserer Kinder und Jugendlichen nie gelernt haben, mit Geld umzugehen und sinnvoll zu wirtschaften.

Doch wie kann ich meinem Kind einen guten Umgang mit Geld vermitteln? Nun, auch bei den Finanzen gilt: vorleben. In Familien wird mit Kindern mittlerweile über vieles diskutiert und in allen Bereichen sollen die Kinder ein Mitspracherecht entsprechend ihres Alters und Verständnisses bekommen. Doch wenn es um Geldsorgen geht, wenn es um einen finanziellen Engpass oder die Möglichkeit einer Finanzierung des Autos geht, wird oft hinter verschlossenen Türen diskutiert.

Doch das ist nicht der beste Weg. Kinder sollten bereits früh mitbekommen, dass auch die Eltern ein begrenztes Budget zur Verfügung haben, mit welchem es zu haushalten gilt. Denn es ist nicht selten, dass der Nachwuchs der Meinung ist, man müsse nur vom Automaten Geld nachholen wenn Ebbe im Portemonnaie herrscht.

Ab welchem Alter sollte mein Kind Taschengeld beziehen und wie viel?

Jedes Kind entwickelt sich anders, doch kann man bereits mit 3 oder 4 Jahren, spätestens aber mit 6 Jahren, mit dem ersten Taschengeld beginnen. Hier sprechen wir über empfohlene Summen von 50 Cent pro Woche, die das Kind dann entweder sparen, oder aber auch für Süßigkeiten oder eine andere Kleinigkeit ausgeben darf.

Es geht darum, dass das Kind merkt, dass man eben nicht alles haben kann und entweder ein Schokoriegel oder die Kekse drin sind, nicht beides. Sie müssen sparen, wenn sie etwas Teureres kaufen wollen und lernen die ersten Werte von Gegenständen kennen.

Im Alter von 7 bis 10 Jahren darf es dann gern etwas mehr sein, allerdings sollte es auch in diesem Alter nicht mehr als 2,50 € pro Woche geben. Ab 10 Jahren sollte dann das Taschengeld sukzessive bis auf einen Betrag von 70,00 € pro Monat für einen 18-Jährigen gesteigert werden.

Eine Orientierungshilfe bietet hier eine bundeseinheitliche Tabelle des Jugendamtes. Diese dient jedoch nur Anhaltspunkt und ist kein Muss für Ihre Familie. Sowohl die Einkommens- und Lebensverhältnisse der Eltern als auch individuelle Absprachen mit dem Kind müssen bei der Festlegung berücksichtigt werden.

An diese Regeln sollten sich Kinder und Eltern halten

Auch wenn es sich „nur“ um den Bezug von Taschengeld handelt, ist es wichtig, dass sich Kinder, aber vor allem auch die Eltern an gewisse Regeln halten. Immerhin soll der Nachwuchs etwas lernen und das Geld eine Art Übungsgegenstand auf der großen Reise in die Selbstständigkeit sein.

  1. Treffen Sie im Vorfeld klare Absprachen und halten Sie sich alle daran!
    Besprechen Sie die Konditionen des Taschengeldbezugs gemeinsam mit Ihrem Kind und einigen sich auf eine für beide Seiten akzeptable Lösung. Bekommt der Sprössling mehr Geld zur Verfügung, muss allerdings auch seine Schulsachen davon bezahlen? Bekommt er weniger, muss sich aber weder um Klamotten noch Schulessen kümmern? Hier gibt es viele Möglichkeiten, wichtig ist nur, dass es realistisch bleibt. Ein Schüler, der mit dem Geld gerade so sein Essen und die Verbrauchsmittel für seine Ausbildung finanzieren kann, lernt aus der Sache nichts.
  2. Legen Sie eine feste Summe und eine regelmäßige Zahlung fest!
    Für den Lerneffekt ist es wichtig, dass das Kind weiß, mit wie viel Geld es rechen kann und wann es dies bekommt. Die Eltern müssen hier verlässlich sein. Denken Sie selbst an die Auszahlung, ohne dass Ihr Kind Sie daran erinnern muss und das Gefühl hat, zu betteln. Seien Sie bei der Höhe des Taschengeldes auch nicht zu großzügig. Zu viel Geld ist genauso falsch wie zu wenig. Mit der einen Summe können sie nicht wirtschaften, mit der anderen müssen sie es nicht. Bis etwa zum 10. Lebensjahr ist es sinnvoll das Taschengeld wöchentlich auszuzahlen. Kleine Kinder haben einen ganz anderen Bezug zu Zeit und müssen langsam lernen sich die Ressourcen einzuteilen. Nach der Grundschule sollte man dann dazu übergehen, das Taschengeld auf eine monatliche Zahlweise umzustellen.
  3. Ihr Kind entscheidet über die Verwendung des Taschengeldes!
    Es kann sehr schwerfallen zu sehen, wie das Kind gleich am ersten Tag sein ganzes Taschengeld für eine Zeitschrift ausgibt, von der Sie jetzt schon wissen, dass sie in der Ecke liegt, sobald das beigefügte, pädagogisch sinnlose und kurzlebige Spielzeug entfernt wurde. Doch lassen Sie es gewähren. Man lernt im Leben am besten aus Fehlern, und auch Ihr Kind wird merken, dass die restliche Woche sehr lang wird und es sich nichts mehr in einem anderen Geschäft kaufen kann. Es sind am Anfang nur Centbeträge, über die man als Eltern schnell hinwegkommt und Ihr Kind wird nach und nach auch lernen auf etwas zu sparen und dafür auf etwas anderes zu verzichten, was es eigentlich gerade sehr reizt. Sollte Ihr Kind Fragen haben, unterstützen Sie es, aber korrigieren Sie nicht an seinen Entscheidungen herum. Das nimmt den Lerneffekt und hilft nicht dabei eigenverantwortlich zu wirtschaften.
  4. Knüpfen Sie das Taschengeld nicht an Bedingungen
    Nutzen Sie das Taschengeld Ihres Kindes nicht als Druckmittel. Wichtig sind Konstanz und Verlässlichkeit. Ein Abzug bei schlechten Noten ist der Sache nicht zuträglich. Nutzen Sie bei Regelverstößen oder Frechheiten Ihres Nachwuchses andere Sanktionen, aber lassen Sie das Taschengeld davon unberührt.

Andererseits sollten Sie sich auch nicht um den Finger wickeln lassen, wenn Junior mit dem Budget in diesem Monat nicht klargekommen ist und Mitte des Monats nach einem kleinen Bonus giert. Hilfe im Haushalt oder eine 1 im Diktat sollten keine Argumente für eine Ausnahme und somit das Aus für den Lerneffekt sein!

Erinnerungen in einem Album festhalten

7 hilfreiche Tipps für ein Shooting mit Kindern

7 hilfreiche Tipps für ein Shooting mit Kindern

7 hilfreiche Tipps für ein Shooting mit Kindern

Viele Eltern kennen es: Unter unzähligen Schnappschüssen vom Familienausflug mit Kind sind nur wenige Fotos zu gebrauchen. Schnelle Bewegungen, fehlende Geduld oder eine große Portion Eigensinn des Sprösslings machen ein gutes Kinderfoto zur Herausforderung. Doch was macht überhaupt ein gutes Kinderfoto aus und muss es wirklich immer so perfekt sein? Wir gehen der Frage auf den Grund und geben zudem hilfreiche Tipps und Tricks, wie das nächste Kindershooting ein voller Erfolg werden kann.

Ein gutes Kinderfoto muss nicht immer perfekt sein

Nicht jeder Elternteil ist von Beruf Fotograf und kennt sich mit Beleuchtung, Blitz, Objektiv und Co. bestens aus. Das muss auch gar nicht sein. Ein gutes Kinderfoto ist nicht unbedingt von den technischen Bedingungen beim Shooting abhängig. Hier ist etwas anderes gefragt: Spaß und Individualität. Der Spaß sollte im Vordergrund stehen, sowohl für den Fotografen als auch für das Kind. Bekommt das Kind beim Shooting vorgegeben, was es zu tun und zu machen hat? Ist ein Elternteil nach vielen Minuten komplett genervt, weil immer noch kein perfektes Foto zu Stande gekommen ist? Spaß sieht definitiv anders aus.

Besonders unkonventionelle Bilder können Kind und Eltern begeistern. Keiner kennt das eigene Kind und dessen persönlichen Charaktereigenschaften besser, als die Eltern. Das Kind ist selbstbewusst, hat seinen eigenen Kopf und ist gerne mal rebellisch? Dieser Charakterzug kann sich sehen lassen –immerhin gehören Emotionen zum Aufwachsen und geben dem Foto eine individuelle und einzigartige Note. Also kann das Kind auch mal beherzt in die Kamera schreien, verträumt seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen oder Aktion erleben.

Sind wir mal ehrlich: Warum machen Eltern überhaupt so gerne und oft Fotos von ihren Kindern? Weil sie ihr eigenes Fleisch und Blut von Herzen lieben, besondere Momente festhalten möchten und Fotos Emotionen wecken. Erinnerungen an einen stressigen und langweiligen Moment werden wohl weder beim Kind, noch bei den Eltern warme Gefühle hervorrufen.

So wird das Fotoshooting mit den Kleinen ein voller Erfolg

  • Zeit nehmen: „Gut Ding will Weile haben.“ – Auch ein Kindershooting braucht seine Zeit. Schöne Fotos entstehen nicht auf Knopfdruck und schon gar nicht unter Zeitdruck. Lieber etwas zu viel Zeit einplanen und entspannt ans Werk gehen. So können auch ungeplante Vorkommnisse Sie nicht in Stress und Hektik versetzen.
  • Spaß haben: Das Fotoshooting soll eine schöne Auszeit vom Alltag und vor allem eine spaßige Angelegenheit werden. Die Kinder stehen im Vordergrund und haben meist schon tolle Ideen, was sie gerne machen möchten. Rumstehen und nett aussehen gehört hier weniger dazu: Kinder wollen spielen, sich austoben und die Welt entdecken. Wird das Fotoshooting zu einem großen Spiel, entstehen die tollen Fotos ganz von selbst!
  • Experimentieren: Mit etwas Kreativität und Experimentierfreude zaubert der Fotograf außergewöhnliche Bilder. Unübliche Positionen, Ausschnitte und Situationen machen das Foto zu etwas Besonderem.
  • Persönlichkeit mit einbeziehen: Die Persönlichkeit des Kindes und der Ausdruck dessen sollten beim Shooting gefragt und erlaubt sein. Das Kind hat zum Beispiel ein Lieblingskuscheltier, welches es immer bei sich hat? Dann darf das natürlich auf den Fotos nicht fehlen. Selbst gewählte Kleidung, Accessoires oder ein geliebter Ort verleihen dem Foto Persönlichkeit.
  • Wertschätzung: Kinder möchten sich wertgeschätzt fühlen. Ihr Sprössling möchte jetzt zigmal von der Parkbank springen, weil es glaubt, dass dabei tolle Fotos entstehen werden? Auch wenn die Eltern eine andere Meinung haben, freut sich das Kind, wenn es seine eigenen Erfahrungen machen darf.
  • Äußere Umstände bedenken: Eltern müssen auf alles vorbereitet sein: Genau dann, wenn gerade mal keine Toilette in der Nähe ist, muss das Kind plötzlich ganz dringend. In der Mittagszeit quälen Hunger und Durst und lassen das geplante Shooting schnell in Vergessenheit geraten. Aus diesem Grund sollte die Location mit Bedacht ausgewählt werden und wichtige Mitbringsel wie Proviant und Ersatzkleidung vor Ort sein.
  • Keine Erwartungen: Wer keine Erwartungen hat, kann auch nicht enttäuscht werden. Beim Fotoshooting sollte die Zeit miteinander im Vordergrund stehen. Ob dabei schöne Fotos entstehen, ist zunächst einmal nebensächlich. Mit dieser Einstellung lässt sich der Moment ganz entspannt erleben.

Mit unseren Tipps sind viele tolle Fotos entstanden? Damit diese nun nicht auf der Festplatte versauern, sollten sie auch entsprechend gewürdigt werden. Eltern könnten die Erinnerungen in einem Album festhalten. Mit einer kostenlosen Software lässt sich schnell und einfach ein Fotobuch erstellen, das sich auch wunderbar als Geschenk für Familienmitglieder und Freunde eignet.

Entspannt durch die Trotzphase

Entspannt durch die Trotzphase

Entspannt durch die Trotzphase

Kleine Kinder, großes Theater – Entspannt durch die Trotzphase

Wenn man als Eltern eines Babys in Kaufhäusern, in Fußgängerzonen oder im Schwimmbad anderen Eltern mit ihren vor Wut schreienden Kleinkindern begegnet, löst das meiner Erfahrung nach zweierlei Gedanken und Gefühle aus: als Erstes die Frage, was da wohl in der Erziehung schief gelaufen sein könnte und als Zweites die Hoffnung, dass dieser Kelch einmal an einem vorübergehen möge.

Als Vater größerer oder erwachsener Kinder weiß ich heute zwei Dinge: Der Kelch geht an keinem Elternpaar vorüber und … Eltern in solchen Situationen verdienen keine Vorwürfe, sondern mein Mitgefühl!

Das sage ich nun nicht, weil ich es nicht geschafft habe meine Kinder richtig zu erziehen und auch sie eine solche Trotzphase durchgemacht haben, sondern weil man, wenn man sich damit auseinandersetzt, feststellt, dass diese Zeit, so anstrengend sie für uns Eltern auch sein mag, ganz normal und vor allem auch wichtig ist. Warum das so ist, erkläre ich Ihnen hier und Überlebenstipps für Eltern gibt es gratis dazu.

Wann durchleben Kinder die Trotzphase und warum ist diese so wichtig?

Gerade noch freut man sich über die ersten Schritte oder Worte des süßen Erdenbürgers und schon wird man mit dem ersten wirklich anstrengenden und manchmal peinlichen Entwicklungsschritt im Leben seines Kindes schonungslos und unvorbereitet konfrontiert –  der Trotzphase.

Im Alter zwischen 2 und 5 Jahren sorgt dieser Meilenstein in der Persönlichkeitsentwicklung bei vielen Eltern nicht nur für strapazierte Nerven, sondern gibt ihnen manchmal sogar das Gefühl der Hilflosigkeit, des Versagens oder der Scham, dass sie in ihrer Erziehung versagt haben könnten.

Keine Angst, solche Anfälle sind nicht nur völlig normal und kommen in jeder guten Familie vor, sie sind auch wichtig für die Entwicklung des Kindes. Gerade hat der Sprössling gelernt, dass man für manche Dinge, wie zum Beispiel das Laufen lernen, oft viel Geduld und Ausdauer braucht und sich Beharrlichkeit am Ende auszahlt. Da ist doch die Gelegenheit günstig zu schauen, in welchen anderen Lebenslagen dieses Verhalten noch funktioniert.

So lernt das Kind in dieser Zeit nicht nur seine Grenzen neu kennen und festigt seinen eigenen Willen, es probt sich auch in Durchsetzungsvermögen und Beharrlichkeit und lernt mit Stress und Frust umzugehen und seine Gefühle dahin gehend unter Kontrolle zu bringen und zu regulieren.

Trotzanfall – Wie ein Blitz aus heiterem Himmel

Anlässe, die zu einem solchen Trotzanfall führen, sind für uns Erwachsene oft schwer nachzuvollziehen, doch für Kinder ist mit der einen oder anderen Nichtigkeit einfach der Tropfen gefallen, der das Fass sprichwörtlich zum Überlaufen gebracht hat.

Ein Gewitter, das unbemerkt herangezogen ist und sich über einen mächtigen Blitz aus Frust, Angst, Wut, Sorgen aber auch Unsicherheit entlädt. Zerstörerisch, kurz, aber heftig.

Während die einen schreien, treten oder schlagen, verschließen sich andere Kinder ganz, werfen sich auf den Boden oder setzen sich steif wie ein Brett in eine Ecke und schmollen. Für die Eltern gibt es nur zwei Sachen, auf die sie sich in dieser Zeit sicher verlassen können: es wird ohne Vorankündigung aus heiterem Himmel passieren und es wird irgendwann wieder vorbeigehen.

Wie kann ich auf einen Trotzanfall am besten reagieren?

Jedes Kind ist anders und benötigt in solchen Ausnahmesituationen andere Trigger um sich zu beruhigen. Dennoch können diese 6 Tipps helfen, den größten Schaden abzuwenden:

  • Tipp 1 – Vor allem anderen sollten Sie Ihr Kind vor Verletzungen schützen. In seiner Rage kann es durchaus sein, dass es die Kontrolle verliert.
  • Tipp 2 – Manchen Kindern tut es gut in solchen Momenten festgehalten zu werden und die Nähe der Mutter oder des Vaters zu spüren, die Sicherheit, dass es „trotzdem“ geliebt wird. Wenn Ihr Kind das nicht möchte, lassen Sie es in Ruhe, es beruhigt sich auch von alleine wieder.
  • Tipp 3 – Bleiben Sie vor allem gelassen. Ist Ihr Kind überfordert mit sich und der Welt und merkt, dass Sie als seine Bezugsperson auch nicht wissen was Sie tun sollen, kann die Unsicherheit noch größer werden. Strahlen Sie möglichst Souveränität und Gelassenheit aus.
  • Tipp 4 – Reden Sie in diesen Momenten nicht auf Ihren Sprössling ein, das bringt nichts. Weder schimpfen noch beruhigende Worte werden in einer solchen Situation auf fruchtbaren Boden fallen. Warten Sie, bis der größte Sturm vorübergezogen ist.
  • Tipp 5 – Widmen Sie solchen Vorfällen nicht zu viel Aufmerksamkeit und thematisieren diese nicht allzu sehr. Ihr Kind ist überfordert und macht das nicht um Sie zu ärgern, das könnte sich aber ändern, wenn man mit Aufmerksamkeit welcher Art auch immer „belohnt“ wird.
  • Tipp 6 – Machen Sie nicht den Fehler an sich selbst und Ihrer Erziehung zu zweifeln. Bleiben Sie konsequent und gelassen und nehmen Sie die zeitweilige Ablehnung Ihres Kindes Ihnen gegenüber nicht persönlich.

Kann ich Trotzanfälle meines Kindes vermeiden?

Da die Trotzphase ein wichtiger Teil der Persönlichkeitsentwicklung ist, sollte man Kinder nicht vor Frust, Enttäuschungen oder Verboten schützen. Allerdings kann man dafür sorgen, dass Kinder ausgeglichener sind und den einen oder anderen Rückschlag besser verarbeiten.

  • Tipp 1 – Sorgen Sie im Leben Ihres Kindes für feste Abläufe am Tag. Das kann ein Ritual am Abend sein, aber auch ein stetiger Ablauf nach dem Aufstehen. Das sorgt für Beständigkeit, Vertrauen und Sicherheit.
  • Tipp 2 – Auch im Leben eines Kleinkindes muss es Regeln geben. Stellen Sie diese auf und bestehen Sie auf deren Einhaltung. Hier gilt: Lieber wenige Regeln, dafür sinnvoll und vor allem auch konsequent.
  • Tipp 3 – Hält sich Ihr Kind nicht an eine kommunizierte Regel, muss es Konsequenzen geben. Ausnahmen oder „laisser faire“ verunsichern das Kind und lassen es an Ihrer Verlässlichkeit zweifeln. Wer soll ihm Halt und Beständigkeit in dieser Welt geben wenn nicht Sie?
  • Tipp 4 – Sorgen Sie bei Ihrem Kind für ausreichend Schlaf und Ruhephasen. Sind die kleinen Racker müde oder überdreht, hungrig oder gestresst, ist der Toleranzpegel sehr niedrig angesiedelt und es droht schneller Explosionsgefahr.

Kleine Kinder kleine Sorgen …

Wir können unsere Kinder nicht vor allem bewahren und so bleibt auch uns als Eltern manches eben nicht erspart.

Lassen Sie mich Ihnen aber auch noch zwei wirklich positive wissenschaftliche Erkenntnisse mit auf den Weg durch die Trotzphase geben:

  1. Unsere Kinder testen nur bei den Personen ihre Grenzen bis zum Äußersten aus, bei denen sie sich sicher sind, dass die Liebe und das Vertrauen so tief gehen, dass sie dadurch nicht „verstoßen“ werden. Wenn Ihr Kind Sie also das nächste Mal anbrüllt, seien Sie gewiss: Es liebt Sie und es weiß, dass auch Sie es bedingungslos lieben!
  2. Es heißt, dass die Pubertät entspannter wird, je anstrengender die Trotzphase war. Bleibt also zu hoffen, dass sich die als extrem anstrengend und nervenaufreibend empfundene Trotzphase sich in der Pubertät nicht als Spaziergang herausstellt.
Kochen mit Kindern

Kochen mit Kindern

Kochen mit Kindern

Kochen mit Kindern – machen Sie die Arbeit zum Vergnügen

Kinder sind nicht nur von Natur aus neugierig und wollen ihre Umwelt mit all ihren Facetten und Zusammenhängen erkunden, sie lieben es auch, uns Großen nachzueifern und haben Spaß daran, es uns gleich zu tun.

Da kann es schon vorkommen, dass sich der Junior am Rasierschaum von Papa zu schaffen macht oder die kleine Prinzessin in den High Heels von Mama über den Flur gestolpert kommt. Genau diesen Entdeckerdrang kann man sich in der Küche zunutze machen und so nicht nur das Kind in der Zeit, in der das Essen zubereitet wird, sinnvoll beschäftigen, sondern auch gemeinsame Momente und Erlebnisse schaffen.

Kochen ist lernen mit allen Sinnen

Beim Kochen und Backen lernen Kindern so unglaublich viel und haben oft mehr Spaß daran als am tollsten Spielzeug. Nicht nur, dass sie fasziniert beobachten können, wie sich die Zutaten in leckere Mahlzeiten verwandeln, auch Fähigkeiten und Fertigkeiten werden dabei auf spielerische Art und Weise gefördert.

So wird nicht nur die Feinmotorik und Geschicklichkeit im Umgang mit den verschiedenen Geräten und Utensilien trainiert, sondern auch das Lernen im kognitiven Bereich gefördert. Das Kind lernt neue Begriffe kennen und kann nach kurzer Zeit Gewürze und andere Lebensmittel benennen. Es lernt die Gefahren in der Küche kennen, wird aber auch sicher und selbstbewusst im Umgang mit diesen.

Ich habe für Sie hier ein paar hilfreiche und nützliche Tipps zusammengefasst, wie das Kochen mit Kindern zum entspannten Erlebnis für alle wird und nicht nur das Essen, sondern auch das Zubereiten ein Genuss sind.

Tipp 1 – Die richtigen Aufgaben für Ihr Kind

Welche Aufgaben ein Kind in welchem Alter übernehmen kann, ist sehr wesens- und entwicklungsabhängig. So gibt es Dreijährige, die sehr vernünftig und feinmotorisch begabt sind und es gibt Siebenjährige, denen man noch kein Messer in die Hand geben sollte.

Schätzen Sie daher selbst ab, was Sie Ihrem Kind zutrauen und führen Sie es langsam an immer wachsende Aufgaben und „Verantwortung“ heran.

Achten Sie jedoch immer darauf, dass Ihr Kind motiviert bleibt. Übertrieben gesagt: Ein überforderter Vierjähriger, der auch unter größter Anstrengung es nicht schafft den Fisch zu filetieren, wird genauso schnell die Lust am Kochen verlieren wie ein Achtjähriger, der immer noch nur die Butter mit seinem Plastikmesser die Schüssel streichen darf. Halten Sie daher immer eine Herausforderung für die Kinder bereit ohne sie zu überfordern.

Tipp 2 – Nehmen Sie sich Zeit

Wer mit Kindern kocht der weiß, dass es zu zweit auf keinen Fall schneller geht. Seien Sie aber trotzdem geduldig und beginnen Sie lieber etwas früher mit der Zubereitung des Essens. Ihr Kind braucht nicht nur Zeit neu Erlerntes zu perfektionieren, es will auch kosten und probieren und seinen Wissensdurst mit unzähligen Fragen stillen.

Richten Sie sich daher im Vorfeld darauf ein. Können Sie das aus Zeitgründen nicht gewährleisten, dann machen Sie Ihrem Kind lieber von vornherein klar, dass ein gemeinsames Kochen heute nicht möglich ist. Das ist weniger deprimierend für das Kind als eine genervte oder gereizte Stimmung, die das Erlebnis für alle Zeiten trübt.

Tipp 3 – Hygiene hört nicht mit dem Händewaschen auf

Gewöhnen Sie Ihre Kinder bereits ab dem ersten Moment an Hygiene in der Küche und erklären Sie auch den Sinn und Zweck der Grundsätze. So sollte das gründliche Händewaschen der erste Arbeitsgang sein und Ringe, Armbänder oder Uhren abgelegt werden.

Gewöhnen Sie Ihr Kind im eigenen Interesse auch gleich daran, Abfälle und Müll zu trennen und sofort nach dem jeweiligen Arbeitsschritt in den dafür vorgesehenen Eimer zu befördern. Das erspart nicht nur Arbeit nach dem Kochen, sondern verinnerlicht auch die Arbeitsabläufe. Auch dass man nicht mit den Fingern, sondern vom Löffel nascht, sollte klar sein.

Tipp 4 – Ein Arbeitsplatz für den kleinen Koch

Die Arbeitsfläche und Tische sind nun einmal auf die Bedürfnisse eines Erwachsenen ausgelegt. Das kann Ihr Kind vor Herausforderungen stellen und so die Lust am Kochen und das gemeinsame Erlebnis schnell trüben.

Achten Sie daher darauf, dass Ihr Kind optimal arbeiten kann. Eine stabile Fußbank kann da helfen oder auch eine entsprechende Sitzerhöhung am Küchentisch. Schüsseln und Schneidunterlagen sollten möglichst rutschfest sein und alle benötigten Utensilien leicht erreichbar.

Tipp 5 – Messer, Gabel, Schere, Licht …

Sicherheit sollte natürlich auch beim Kochen mit Ihrem Kind großgeschrieben werden. Trotzdem können die Kleinen, je nach Alter, ganz behutsam auch an Messer, Schäler und Küchengeräte herangeführt werden.

Machen Sie es Ihrem Kind leicht und geben Sie ihm bei den ersten Versuchen weiche Dinge zum Schneiden. Führen Sie seine Hand bei den ersten Versuchen, das motiviert und gibt Selbstvertrauen.

Lassen Sie Ihr Kind aber niemals alleine und unbeaufsichtigt, auch wenn es relativ vernünftig und sicher im Umgang scheint. Fuchtelt es mit gefährlichen Gegenständen herum oder hört nicht auf Ihre Warnungen, nehmen Sie ihm das Werkzeug weg und beenden Sie wenn nötig auch das gemeinsame Kochen.

Tipp 6 – Probieren mit allen Sinnen

Nicht nur der Tastsinn oder die Feinmotorik, auch der Geschmacks- und Geruchssinn dürfen sensibilisiert werden! Lassen Sie Ihr Kind an Gewürzen riechen und die Zutaten kosten. So kommen vielleicht auch mäkelige Esser durch Neugier auf den Geschmack von Gemüse und Co.

Lassen Sie Ihr Kind auch an den Veränderungen des Geschmacks der Speisen durch Gewürze teilhaben und den kleinen Entdecker zum Beispiel den Salat erst ungewürzt und dann mit Pfeffer oder Salz kosten.

Achten Sie jedoch darauf, dass kleine Kinder von rohen Eiern und auch rohem Fleisch Abstand nehmen sollten. Nicht erhitzt können diese Lebensmittel Krankheitserreger enthalten, mit denen das Immunsystem der kleinen Köche nicht so schnell fertig wird wie das eines Erwachsenen.

Tipp 7 – Kreativ auf den Teller gebracht

Lassen Sie den kleinen Köchen beim Anrichten weitestgehend freie Hand. Es ist alles fertig, der Geschmack ist toll, also können Sie diesen Arbeitsschritt vom kreativen Standpunkt her in die Hände Ihres Kindes geben. Das macht stolz und gibt dem Ganzen einen tollen Abschluss.

Tipp 8 – Sparen Sie nicht mit Lob

Klar muss man dem Kind sagen, wenn es einen Arbeitsschritt noch üben muss oder die Stückchen kleiner schneiden soll. Man muss auch schimpfen, wenn mit dem Messer herumgefuchtelt wird oder der Pürierstab als Laserschwert missbraucht wird.

Trotzdem sollte es bei dem Ganzen viel mehr Lob geben als Kritik. Das stärkt die kleinen Kinderseelen, macht Lust auf mehr und hält die Motivation und Ausdauer hoch.

Tipp 9 – Das Aufräumen und wann man ein Auge zudrücken sollte

Das gemeinsame Kochen sollte nicht damit enden, dass das Essen fertig auf dem Tisch steht. Auch das Aufräumen und anschließende Putzen der Küche sollte zum Ritual dazugehören. So lernt das Kind gleich, dass alles, was nicht gleich weggeräumt wurde, sich unnötig häuft.

Sind die Kinder allerdings noch klein, die Luft sprichwörtlich raus und die Ausdauer der Kleinen am Ende, bestehen Sie nicht in letzter Konsequenz darauf und lassen Sie sie spielen gehen, so geht am Ende des Tages wenigstens das Aufräumen allein schnell von der Hand.

Die kleinen Pubertiere

Die kleinen Pubertiere

Die kleinen Pubertiere

Die kleinen Pubertiere und was Sie über deren artgerechte Haltung wissen sollten

Mütter, Väter und Erzieher kennen das zur Genüge – jedes Lebensalter der Kinder bringt seine wunderbaren Momente, aber auch seine Herausforderungen mit sich und stellt das Umfeld vor immer neue Herausforderungen mit den verschiedenen Phasen des Heranwachsens umzugehen und angemessen auf sie zu reagieren.

Kaum ist die Grundschulzeit vorbei, fangen vor allem die Mädchen sehr früh an zu pubertieren und die Eltern beginnen in diesem Lebensabschnitt bekanntlich echt komisch zu werden. Da es leider keinen roten Faden und kein Geheimrezept gibt, wie mit pubertierenden oder vorpubertierenden Teenagern umzugehen ist, bleibt vielen Eltern und Großeltern lediglich der tröstliche Gedanke, dass auch die schwierigste und vor allem längste Phase der Kindheit einst vorüber gehen wird.

Ich habe dahin gehend etwas recherchiert und die 7 größten Erziehungsfehler im Umgang mit kleinen und großen Pubertieren für Sie zusammengefasst. Inspiriert hat mich dabei das gleichnamige Buch des wohl bekanntesten Erziehungsberaters Jan-Uwe Rogge.

Tipp Nummer  1 – Verabschieden Sie sich endgültig vom Perfektionismus

Sollte dieser Vorgang nicht bereits in den vorangegangenen Jahren als Eltern stattgefunden haben, ist es spätestens jetzt an der Zeit sich von einem viel zu hohen Anspruch an sich selbst als Mutter oder Vater zu verabschieden. Das Leben und die Erziehung verlaufen nun einmal nicht nach Lehrbuch und so steht es Ihnen als Eltern zu, Fehler machen zu dürfen. Sie dürfen falsch auf Situationen reagieren, Sie dürfen sich mal im Ton vergreifen und Sie dürfen auch aus einer Situation heraus einmal Sanktionen verhängen, die pädagogisch fragwürdig anmuten mögen.

Sie sind ein Mensch und machen Fehler. Ihr Kind wird aufgrund einiger Schwächen keinen dauerhaften Schaden davontragen. Seien Sie daher nachsichtig mit sich selbst und gestehen Sie sich und somit auch Ihrem Kind Unzulänglichkeiten zu. Das entlastet Ihrer beider Gemüter und sicherlich auch das Verhältnis zueinander.

Tipp Nummer 2 – Ihr Kind muss nicht mit anderen konkurrieren

Klar schaut man als Eltern auf die Entwicklung, die Eigenschaften, das Benehmen und die Leistungen der Gleichaltrigen im Umfeld. Doch hören Sie spätestens jetzt auf Ihr Kind mit anderen zu vergleichen und messen zu wollen und setzten Sie vor allem das kleine Pubertier mit Ihren Erwartungen nicht auch noch unter Druck.

Ja, der Nachbarsjunge schreibt in Mathe viel bessere Noten und die kleine Luisa von den Müllers drei Straßen weiter ist viel freundlicher und aufgeschlossener. Sebastian aus der Klasse über dem Sprössling hat nichts mit Computerspielen am Hut, sondern spielt lieber Schach und trägt Zeitungen aus. Nehmen Sie das zur Kenntnis, leiten Sie aber daraus keine Erwartungen an Ihr Kind ab.

Ihr Kind hat Stärken und Schwächen und es ist in diesem Alter nicht mehr so formbar wie mit einem oder zwei Jahren. Begleiten Sie es in seinem Tun, geben Sie Hilfestellung und bieten Sie Alternativen, stärken Sie seine Stärken und helfen Sie aktiv seine Schwächen zu schwächen. Ein ständiger Vergleich mit anderen ist für die Beziehung aber kontraproduktiv und frustriert alle Beteiligten.

Tipp Nummer 3 – Die optimale Länge der Leine

Ihre Kinder brauchen in der Pubertät mehr denn je Grenzen, Halt und Orientierung. Doch sie brauchen auch Freiheit und Selbstständigkeit. Ein Widerspruch? Nein! Geben Sie Ihrem Kind Grenzen, die logisch, vernünftig und begründbar sind, altersgerecht und auch vertretbar. Überlegen Sie gut, ob diese Grenze sein muss oder nicht, seien Sie aber bei einer Überschreitung dieser dann auch unbedingt konsequent und lassen Sie den Teenager spüren, dass falsches Handeln oder eine Verletzung der Regeln im Leben immer ein Nachspiel hat.

Lassen Sie aber Ihr Kind in einer solchen Situation nicht alleine, zeigen Sie ihm, dass es trotzdem geliebt wird. Streit, Meinungsverschiedenheiten und Frust sind bei diesem Thema vorprogrammiert und gehören zur Selbstfindung der Kinder dazu. Bleiben Sie hart und fair aber machen Sie den Heranwachsenden nicht durch Machtspielchen klein.

Tipp Nummer 4 – Konsequenzen müssen Sinn machen

Ein PC-Verbot, weil man zu spät nach Hause gekommen ist? Das Handy für zwei Tage weg, weil man die Hausarbeit nicht erledigt hat? Das sind eher unglückliche Konsequenzen, die entweder von Hilflosigkeit oder Machtkampf zeugen, nach dem Motto: „Man muss dort zuschlagen, wo es am meisten weh tut“

Doch darum geht es bei der Erziehung nicht. Kinder müssen lernen, dass jedes Fehlverhalten in der Gesellschaft, in der Schule oder zu Hause etwas nach sich zieht. Das ist keine Strafe, sondern eine direkte Folge des Fehlverhaltens. Um das den Kindern zu verdeutlichen, sollten die Konsequenzen im Falle eines Grenzübertritts auch logisch und nachvollziehbar sein.

Der Teenager kam eine Stunde zu spät nach Hause? Dann wird die Ausgangszeit für den Rest der Woche um diese eine Stunde gekürzt. Der Abwasch wurde nicht erledigt? Dann ist das jetzt nachzuholen, auch wenn gerade der Kumpel vor der Tür steht und ihn oder sie zum Training abholen will.

Tipp Nummer 5 – Wünsche äußern, Vorwürfe vermeiden

Nicht nur bei Kindern, auch bei Eltern macht der Ton die Musik. Wenn Sie sich etwas von Ihrem Kind wünschen, dann bombardieren Sie es nicht mit ständigen Vorwürfen und pauschalisiertem Singsang. Sagen Sie klar was Sie erwarten und warum, aber hacken Sie nicht andauernd auf dem Kind herum. Das demotiviert und trägt wirklich nicht zu einem guten und vertrauensvollen Verhältnis bei.

Tipp Nummer 6 – Lassen Sie Ihr Kind auch mal Fehler machen

Hören Sie auf Ihr Kind vor jedem Fehler, vor jedem Schmerz und vor jeder Fehlentscheidung bewahren zu wollen. Man lernt nun einmal am besten aus Fehlern, die man selbst gemacht hat. Gestehen Sie das auch Ihrem Kind zu. Geben Sie Ratschläge und stehen Sie ihm zur Seite, wenn mal etwas schief läuft, aber lassen Sie es seine eigenen, wenn auch manchmal fragwürdigen, Entscheidungen zunehmend selbstständiger treffen, aber auch die Konsequenzen selbst tragen.

Tipp Nummer 7 – Verschieben Sie langsam Ihre Prioritäten

Auch wenn sich in den letzten 10 bis 12 Jahren alles um Ihr Kind gedreht hat, es Ihr Lebensinhalt und Ihr Augenstern ist, sollten Sie jetzt langsam anfangen sich wieder verstärkt um sich selbst, Ihre Partnerschaft oder ein Hobby zu kümmern.

Kinder sind sensibel und merken auch, wenn es Mama schwerfällt loszulassen. Signalisieren Sie ihm, dass es o.k. ist, wenn es zunehmend eigene Wege geht, und genießen Sie ohne schlechtes Gewissen die immer mehr werdende Zeit für sich selbst.

Sie sehen, ich konnte Ihnen keinen Leitfaden in die Hand geben mit Dingen, die Ihr Kind in dieser Zeit unbedingt braucht, aber ich konnte Ihnen vielleicht ein paar kleine Anregungen geben und Sie zu etwas mehr Gelassenheit ermutigen.

Das Wichtigste: Hören Sie Ihrem Kind genau zu und ergründen Sie, welches Bedürfnis hinter seinen Zickereien und Ausbrüchen gerade stecken könnte. Oft löst gerade in der Pubertät der Flügelschlag eines Schmetterlings tatsächlich einen Orkan zu Hause aus.

Eingewöhnung in die Kita

Eingewöhnung in die Kita

Eingewöhnung in die Kita

Die Eingewöhnung in die Kita –
so wird der Start für Eltern und Kind leichter

So sehr man sich als Eltern sicherlich wieder auf den Berufseinstieg freut, so sehr nagt doch auch die Unsicherheit an dem einen oder der anderen, ob denn die Eingewöhnung in die Kita auch problemlos gelingen mag und das Kind sich dort wohlfühlt.

Sicherlich kann Ihnen niemand den vielleicht anfänglichen Abschiedsschmerz als Mutter nehmen, geben Sie doch Ihr Kostbarstes, Ihr eigen Fleisch und Blut in die Obhut fremder Menschen. Allerdings habe ich 10 Tipps für Sie zusammengefasst, um Ihnen den stundenweisen Abschied zu erleichtern und Ihrem Kind eine entspannte und vor allem fröhliche Eingewöhnung in die fremde Umgebung zu gewährleisten.

Tipp 1: Haben Sie kein schlechtes Gewissen!

Als Erstes sollten Sie an sich und Ihrer inneren Einstellung arbeiten. Machen Sie sich kein schlechtes Gewissen und lassen Sie sich nicht einreden, Ihr Kind mit der Betreuung in einer Kita abzuschieben. Sie haben ein Recht auf ein Leben neben Ihrem Kind und vielleicht sogar die finanzielle Notwendigkeit zu einer Berufstätigkeit. Sie haben die richtige Entscheidung für sich getroffen. Finden Sie sich daher nicht nur damit ab, sondern seien Sie stolz darauf. Auch Ihrem Kind wird eine gewisse Eigenständigkeit nicht schaden!

Tipp 2: Suchen Sie eine Einrichtung, mit deren Erziehungsstil Sie konform gehen

Sie leben vegan und möchten, dass auch Ihr Kind so erzogen wird? Sie legen viel Wert auf Waldorff-Pädagogik oder viel Zeit an der frischen Luft? Sie möchten Ihr Kind überdurchschnittlich musikalisch fördern, oder vertreten das Lebenskonzept von Sebastian Kneipp? Dann sollten Sie bei der Wahl der Kindereinrichtung sorgsam sein und frühzeitig mit der Suche nach einer geeigneten Kita beginnen.

Nehmen Sie in einem solchen Fall lieber längere Wege in Kauf, aber seien Sie sicher, dass Ihre pädagogischen Vorstellungen mit denen der Erzieher zusammenpassen. Haben Sie sich entschieden, dann geben Sie die Pädagogik für die Zeit des Aufenthaltes Ihres Kindes aber auch uneingeschränkt in die Hände der Erzieherinnen. Nicht alles, was anders ist als zu Hause, ist schlecht und nicht alles, was Ihnen nicht gefällt schadet Ihrem Kind. Lernen Sie, auch hier ein Stück weit loszulassen und zu vertrauen.

Tipp 3: Machen Sie Ihr Kind neugierig auf den Kindergarten

Erwähnen Sie in den Wochen vor der Eingewöhnung oft, aber beiläufig den Kindergarten und heben Sie die Vorteile hervor. Ihr Kind lernt neue Freunde kennen, kann neue Spielsachen ausprobieren und wird viele aufregende Sachen erleben. Es ist leicht das Kind neugierig auf den Neues zu machen, nutzen Sie das!

Vermeiden Sie jedoch negative Äußerungen oder Bedenken im Beisein Ihres Kindes. Achten Sie in Gesprächen mit Freuden oder dem Partner darauf, dass das Kind nicht anwesend ist, wenn Sie über Bedenken oder Ängste sprechen, ob denn auch alles reibungslos verlaufen wird. Das schürt bei den Kindern eine Unsicherheit, die ihnen erst recht Angst macht.

Tipp 4: Nutzen Sie Schnuppertage in der Einrichtung

Bietet die Kita Schnuppertage vor der Eingewöhnung an, nehmen Sie dieses Angebot an. So kann Ihr Kind bereits die Gruppenräume kennenlernen, erste Kontakte zu Erzieherinnen knüpfen und vielleicht sogar schon auf den einen oder anderen zukünftigen Freund zugehen.

Tipp 5: Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Abnabeln

Wenn das Kind gewohnt ist, den einen oder anderen Tag bei Oma und Opa zu verbringen oder bei einem Freund zum Spielen eingeladen zu sein, wird der Abschied viel leichter fallen. Denn Ihr Kind hat bereits gelernt, dass Mama wieder kommt, auch wenn sie die eine oder andere Stunde einmal nicht in direkter Reichweite ist.

Beginnen Sie daher vor der Eingewöhnung damit, Ihr Kind für kurze Zeit in einer vertrauten Umgebung von Menschen, die es kennt und denen es vertraut, fremdbetreuen zu lassen. Das hilft nicht nur Ihrem Kind, sondern vielleicht auch Ihnen, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Tipp 6: Suchen Sie die Utensilien für den Kindergarten gemeinsam aus

Ob Rucksack oder Brotdose – Ihr Kind sollte bei der Auswahl ein gewisses Mitspracherecht haben. Mama sollte darauf achten, dass alle Features vorhanden und alle Kriterien erfüllt sind, in Bezug auf die Farbe oder das eine oder andere Motiv, sollten Sie dem Kind aber durchaus etwas freie Hand geben, auch wenn Ihr Geschmack an der Stelle vielleicht nicht unbedingt getroffen wird.

Tipp 7: Auf Altersunterschied in der Gruppe achten

Während einige Einrichtungen die Gruppen streng nach Alter trennen, setzen andere Kindergärten auf gemischte Gruppen, sodass jüngere Kinder von den Älteren lernen und Älteren beigebracht wird, Verantwortung zu übernehmen.

Welches Konzept für Sie das Richtige scheint, das müssen Sie selbst entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass in der Gruppe Ihres Kindes einige Gleichaltrige betreut werden. Ihr Kind braucht das, um Freundschaften zu schließen und sein Sozialverhalten gesund entwickeln zu können.

Tipp 8: Eingewöhnung so lang wie nötig, so kurz wie möglich

Gut wenn Sie Ihr Kind langsam an den Alltag in der Kita gewöhnen wollen und so bieten die meisten Einrichtungen an, die Kinder bis zu zwei Wochen zu begleiten und für immer länger werdende Zeiträume allein in der Einrichtung zu lassen.

Nehmen Sie sich die Zeit, wenn Ihr Kind diese braucht, aber ziehen Sie die Eingewöhnung auch nicht unnötig in die Länge. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind gut klarkommt und Sie nicht vermisst, verabschieden Sie sich kurz und unterdrücken Sie den eigenen Wunsch, das Verhalten und den Tagesablauf beobachten zu müssen.

Tipp 9: Halten Sie die Abschiede kurz

Verabschieden Sie sich kurz und knapp von Ihrem Kind mit einer Selbstverständlichkeit, die dem Kleinen signalisiert, dass das, was hier passiert normal ist und es keinen Grund für Theatralik gibt. Hängen Sie ewig an seinem Hals, geben Ihnen tausend Küsse oder haben vielleicht selbst Tränen in den Augen, muss sich das Kind zwangsläufig fragen, wovor Mama Angst hat und was denn Schlimmes passieren kann.

Tipp 10: Kontinuität sorgt für schnelle Eingewöhnung

Auch wenn Sie in den ersten Wochen oder Monaten, in denen Ihr Kind die Einrichtung besucht vielleicht noch nicht wieder berufstätig sind, sollten Sie es vermeiden, Ihr Kind regelmäßig zu Hause zu lassen und Ausnahmen zu machen.

Lassen Sie sich gar nicht erst überreden, spätestens, wenn der Berufsalltag Sie wieder hat, können Sie dem Genörgel ohnehin nicht mehr nachgeben. Vereinbaren Sie lieber, das Kind ausnahmsweise, oder regelmäßig immer freitags vor dem Schlafengehen als Mittagskind zu holen. Das schafft Kontinuität und bietet trotzdem Raum für ein Highlight.