Kochen mit Kindern

Kochen mit Kindern

Kochen mit Kindern

Kochen mit Kindern – machen Sie die Arbeit zum Vergnügen

Kinder sind nicht nur von Natur aus neugierig und wollen ihre Umwelt mit all ihren Facetten und Zusammenhängen erkunden, sie lieben es auch, uns Großen nachzueifern und haben Spaß daran, es uns gleich zu tun.

Da kann es schon vorkommen, dass sich der Junior am Rasierschaum von Papa zu schaffen macht oder die kleine Prinzessin in den High Heels von Mama über den Flur gestolpert kommt. Genau diesen Entdeckerdrang kann man sich in der Küche zunutze machen und so nicht nur das Kind in der Zeit, in der das Essen zubereitet wird, sinnvoll beschäftigen, sondern auch gemeinsame Momente und Erlebnisse schaffen.

Kochen ist lernen mit allen Sinnen

Beim Kochen und Backen lernen Kindern so unglaublich viel und haben oft mehr Spaß daran als am tollsten Spielzeug. Nicht nur, dass sie fasziniert beobachten können, wie sich die Zutaten in leckere Mahlzeiten verwandeln, auch Fähigkeiten und Fertigkeiten werden dabei auf spielerische Art und Weise gefördert.

So wird nicht nur die Feinmotorik und Geschicklichkeit im Umgang mit den verschiedenen Geräten und Utensilien trainiert, sondern auch das Lernen im kognitiven Bereich gefördert. Das Kind lernt neue Begriffe kennen und kann nach kurzer Zeit Gewürze und andere Lebensmittel benennen. Es lernt die Gefahren in der Küche kennen, wird aber auch sicher und selbstbewusst im Umgang mit diesen.

Ich habe für Sie hier ein paar hilfreiche und nützliche Tipps zusammengefasst, wie das Kochen mit Kindern zum entspannten Erlebnis für alle wird und nicht nur das Essen, sondern auch das Zubereiten ein Genuss sind.

Tipp 1 – Die richtigen Aufgaben für Ihr Kind

Welche Aufgaben ein Kind in welchem Alter übernehmen kann, ist sehr wesens- und entwicklungsabhängig. So gibt es Dreijährige, die sehr vernünftig und feinmotorisch begabt sind und es gibt Siebenjährige, denen man noch kein Messer in die Hand geben sollte.

Schätzen Sie daher selbst ab, was Sie Ihrem Kind zutrauen und führen Sie es langsam an immer wachsende Aufgaben und „Verantwortung“ heran.

Achten Sie jedoch immer darauf, dass Ihr Kind motiviert bleibt. Übertrieben gesagt: Ein überforderter Vierjähriger, der auch unter größter Anstrengung es nicht schafft den Fisch zu filetieren, wird genauso schnell die Lust am Kochen verlieren wie ein Achtjähriger, der immer noch nur die Butter mit seinem Plastikmesser die Schüssel streichen darf. Halten Sie daher immer eine Herausforderung für die Kinder bereit ohne sie zu überfordern.

Tipp 2 – Nehmen Sie sich Zeit

Wer mit Kindern kocht der weiß, dass es zu zweit auf keinen Fall schneller geht. Seien Sie aber trotzdem geduldig und beginnen Sie lieber etwas früher mit der Zubereitung des Essens. Ihr Kind braucht nicht nur Zeit neu Erlerntes zu perfektionieren, es will auch kosten und probieren und seinen Wissensdurst mit unzähligen Fragen stillen.

Richten Sie sich daher im Vorfeld darauf ein. Können Sie das aus Zeitgründen nicht gewährleisten, dann machen Sie Ihrem Kind lieber von vornherein klar, dass ein gemeinsames Kochen heute nicht möglich ist. Das ist weniger deprimierend für das Kind als eine genervte oder gereizte Stimmung, die das Erlebnis für alle Zeiten trübt.

Tipp 3 – Hygiene hört nicht mit dem Händewaschen auf

Gewöhnen Sie Ihre Kinder bereits ab dem ersten Moment an Hygiene in der Küche und erklären Sie auch den Sinn und Zweck der Grundsätze. So sollte das gründliche Händewaschen der erste Arbeitsgang sein und Ringe, Armbänder oder Uhren abgelegt werden.

Gewöhnen Sie Ihr Kind im eigenen Interesse auch gleich daran, Abfälle und Müll zu trennen und sofort nach dem jeweiligen Arbeitsschritt in den dafür vorgesehenen Eimer zu befördern. Das erspart nicht nur Arbeit nach dem Kochen, sondern verinnerlicht auch die Arbeitsabläufe. Auch dass man nicht mit den Fingern, sondern vom Löffel nascht, sollte klar sein.

Tipp 4 – Ein Arbeitsplatz für den kleinen Koch

Die Arbeitsfläche und Tische sind nun einmal auf die Bedürfnisse eines Erwachsenen ausgelegt. Das kann Ihr Kind vor Herausforderungen stellen und so die Lust am Kochen und das gemeinsame Erlebnis schnell trüben.

Achten Sie daher darauf, dass Ihr Kind optimal arbeiten kann. Eine stabile Fußbank kann da helfen oder auch eine entsprechende Sitzerhöhung am Küchentisch. Schüsseln und Schneidunterlagen sollten möglichst rutschfest sein und alle benötigten Utensilien leicht erreichbar.

Tipp 5 – Messer, Gabel, Schere, Licht …

Sicherheit sollte natürlich auch beim Kochen mit Ihrem Kind großgeschrieben werden. Trotzdem können die Kleinen, je nach Alter, ganz behutsam auch an Messer, Schäler und Küchengeräte herangeführt werden.

Machen Sie es Ihrem Kind leicht und geben Sie ihm bei den ersten Versuchen weiche Dinge zum Schneiden. Führen Sie seine Hand bei den ersten Versuchen, das motiviert und gibt Selbstvertrauen.

Lassen Sie Ihr Kind aber niemals alleine und unbeaufsichtigt, auch wenn es relativ vernünftig und sicher im Umgang scheint. Fuchtelt es mit gefährlichen Gegenständen herum oder hört nicht auf Ihre Warnungen, nehmen Sie ihm das Werkzeug weg und beenden Sie wenn nötig auch das gemeinsame Kochen.

Tipp 6 – Probieren mit allen Sinnen

Nicht nur der Tastsinn oder die Feinmotorik, auch der Geschmacks- und Geruchssinn dürfen sensibilisiert werden! Lassen Sie Ihr Kind an Gewürzen riechen und die Zutaten kosten. So kommen vielleicht auch mäkelige Esser durch Neugier auf den Geschmack von Gemüse und Co.

Lassen Sie Ihr Kind auch an den Veränderungen des Geschmacks der Speisen durch Gewürze teilhaben und den kleinen Entdecker zum Beispiel den Salat erst ungewürzt und dann mit Pfeffer oder Salz kosten.

Achten Sie jedoch darauf, dass kleine Kinder von rohen Eiern und auch rohem Fleisch Abstand nehmen sollten. Nicht erhitzt können diese Lebensmittel Krankheitserreger enthalten, mit denen das Immunsystem der kleinen Köche nicht so schnell fertig wird wie das eines Erwachsenen.

Tipp 7 – Kreativ auf den Teller gebracht

Lassen Sie den kleinen Köchen beim Anrichten weitestgehend freie Hand. Es ist alles fertig, der Geschmack ist toll, also können Sie diesen Arbeitsschritt vom kreativen Standpunkt her in die Hände Ihres Kindes geben. Das macht stolz und gibt dem Ganzen einen tollen Abschluss.

Tipp 8 – Sparen Sie nicht mit Lob

Klar muss man dem Kind sagen, wenn es einen Arbeitsschritt noch üben muss oder die Stückchen kleiner schneiden soll. Man muss auch schimpfen, wenn mit dem Messer herumgefuchtelt wird oder der Pürierstab als Laserschwert missbraucht wird.

Trotzdem sollte es bei dem Ganzen viel mehr Lob geben als Kritik. Das stärkt die kleinen Kinderseelen, macht Lust auf mehr und hält die Motivation und Ausdauer hoch.

Tipp 9 – Das Aufräumen und wann man ein Auge zudrücken sollte

Das gemeinsame Kochen sollte nicht damit enden, dass das Essen fertig auf dem Tisch steht. Auch das Aufräumen und anschließende Putzen der Küche sollte zum Ritual dazugehören. So lernt das Kind gleich, dass alles, was nicht gleich weggeräumt wurde, sich unnötig häuft.

Sind die Kinder allerdings noch klein, die Luft sprichwörtlich raus und die Ausdauer der Kleinen am Ende, bestehen Sie nicht in letzter Konsequenz darauf und lassen Sie sie spielen gehen, so geht am Ende des Tages wenigstens das Aufräumen allein schnell von der Hand.

Die kleinen Pubertiere

Die kleinen Pubertiere

Die kleinen Pubertiere

Die kleinen Pubertiere und was Sie über deren artgerechte Haltung wissen sollten

Mütter, Väter und Erzieher kennen das zur Genüge – jedes Lebensalter der Kinder bringt seine wunderbaren Momente, aber auch seine Herausforderungen mit sich und stellt das Umfeld vor immer neue Herausforderungen mit den verschiedenen Phasen des Heranwachsens umzugehen und angemessen auf sie zu reagieren.

Kaum ist die Grundschulzeit vorbei, fangen vor allem die Mädchen sehr früh an zu pubertieren und die Eltern beginnen in diesem Lebensabschnitt bekanntlich echt komisch zu werden. Da es leider keinen roten Faden und kein Geheimrezept gibt, wie mit pubertierenden oder vorpubertierenden Teenagern umzugehen ist, bleibt vielen Eltern und Großeltern lediglich der tröstliche Gedanke, dass auch die schwierigste und vor allem längste Phase der Kindheit einst vorüber gehen wird.

Ich habe dahin gehend etwas recherchiert und die 7 größten Erziehungsfehler im Umgang mit kleinen und großen Pubertieren für Sie zusammengefasst. Inspiriert hat mich dabei das gleichnamige Buch des wohl bekanntesten Erziehungsberaters Jan-Uwe Rogge.

Tipp Nummer  1 – Verabschieden Sie sich endgültig vom Perfektionismus

Sollte dieser Vorgang nicht bereits in den vorangegangenen Jahren als Eltern stattgefunden haben, ist es spätestens jetzt an der Zeit sich von einem viel zu hohen Anspruch an sich selbst als Mutter oder Vater zu verabschieden. Das Leben und die Erziehung verlaufen nun einmal nicht nach Lehrbuch und so steht es Ihnen als Eltern zu, Fehler machen zu dürfen. Sie dürfen falsch auf Situationen reagieren, Sie dürfen sich mal im Ton vergreifen und Sie dürfen auch aus einer Situation heraus einmal Sanktionen verhängen, die pädagogisch fragwürdig anmuten mögen.

Sie sind ein Mensch und machen Fehler. Ihr Kind wird aufgrund einiger Schwächen keinen dauerhaften Schaden davontragen. Seien Sie daher nachsichtig mit sich selbst und gestehen Sie sich und somit auch Ihrem Kind Unzulänglichkeiten zu. Das entlastet Ihrer beider Gemüter und sicherlich auch das Verhältnis zueinander.

Tipp Nummer 2 – Ihr Kind muss nicht mit anderen konkurrieren

Klar schaut man als Eltern auf die Entwicklung, die Eigenschaften, das Benehmen und die Leistungen der Gleichaltrigen im Umfeld. Doch hören Sie spätestens jetzt auf Ihr Kind mit anderen zu vergleichen und messen zu wollen und setzten Sie vor allem das kleine Pubertier mit Ihren Erwartungen nicht auch noch unter Druck.

Ja, der Nachbarsjunge schreibt in Mathe viel bessere Noten und die kleine Luisa von den Müllers drei Straßen weiter ist viel freundlicher und aufgeschlossener. Sebastian aus der Klasse über dem Sprössling hat nichts mit Computerspielen am Hut, sondern spielt lieber Schach und trägt Zeitungen aus. Nehmen Sie das zur Kenntnis, leiten Sie aber daraus keine Erwartungen an Ihr Kind ab.

Ihr Kind hat Stärken und Schwächen und es ist in diesem Alter nicht mehr so formbar wie mit einem oder zwei Jahren. Begleiten Sie es in seinem Tun, geben Sie Hilfestellung und bieten Sie Alternativen, stärken Sie seine Stärken und helfen Sie aktiv seine Schwächen zu schwächen. Ein ständiger Vergleich mit anderen ist für die Beziehung aber kontraproduktiv und frustriert alle Beteiligten.

Tipp Nummer 3 – Die optimale Länge der Leine

Ihre Kinder brauchen in der Pubertät mehr denn je Grenzen, Halt und Orientierung. Doch sie brauchen auch Freiheit und Selbstständigkeit. Ein Widerspruch? Nein! Geben Sie Ihrem Kind Grenzen, die logisch, vernünftig und begründbar sind, altersgerecht und auch vertretbar. Überlegen Sie gut, ob diese Grenze sein muss oder nicht, seien Sie aber bei einer Überschreitung dieser dann auch unbedingt konsequent und lassen Sie den Teenager spüren, dass falsches Handeln oder eine Verletzung der Regeln im Leben immer ein Nachspiel hat.

Lassen Sie aber Ihr Kind in einer solchen Situation nicht alleine, zeigen Sie ihm, dass es trotzdem geliebt wird. Streit, Meinungsverschiedenheiten und Frust sind bei diesem Thema vorprogrammiert und gehören zur Selbstfindung der Kinder dazu. Bleiben Sie hart und fair aber machen Sie den Heranwachsenden nicht durch Machtspielchen klein.

Tipp Nummer 4 – Konsequenzen müssen Sinn machen

Ein PC-Verbot, weil man zu spät nach Hause gekommen ist? Das Handy für zwei Tage weg, weil man die Hausarbeit nicht erledigt hat? Das sind eher unglückliche Konsequenzen, die entweder von Hilflosigkeit oder Machtkampf zeugen, nach dem Motto: „Man muss dort zuschlagen, wo es am meisten weh tut“

Doch darum geht es bei der Erziehung nicht. Kinder müssen lernen, dass jedes Fehlverhalten in der Gesellschaft, in der Schule oder zu Hause etwas nach sich zieht. Das ist keine Strafe, sondern eine direkte Folge des Fehlverhaltens. Um das den Kindern zu verdeutlichen, sollten die Konsequenzen im Falle eines Grenzübertritts auch logisch und nachvollziehbar sein.

Der Teenager kam eine Stunde zu spät nach Hause? Dann wird die Ausgangszeit für den Rest der Woche um diese eine Stunde gekürzt. Der Abwasch wurde nicht erledigt? Dann ist das jetzt nachzuholen, auch wenn gerade der Kumpel vor der Tür steht und ihn oder sie zum Training abholen will.

Tipp Nummer 5 – Wünsche äußern, Vorwürfe vermeiden

Nicht nur bei Kindern, auch bei Eltern macht der Ton die Musik. Wenn Sie sich etwas von Ihrem Kind wünschen, dann bombardieren Sie es nicht mit ständigen Vorwürfen und pauschalisiertem Singsang. Sagen Sie klar was Sie erwarten und warum, aber hacken Sie nicht andauernd auf dem Kind herum. Das demotiviert und trägt wirklich nicht zu einem guten und vertrauensvollen Verhältnis bei.

Tipp Nummer 6 – Lassen Sie Ihr Kind auch mal Fehler machen

Hören Sie auf Ihr Kind vor jedem Fehler, vor jedem Schmerz und vor jeder Fehlentscheidung bewahren zu wollen. Man lernt nun einmal am besten aus Fehlern, die man selbst gemacht hat. Gestehen Sie das auch Ihrem Kind zu. Geben Sie Ratschläge und stehen Sie ihm zur Seite, wenn mal etwas schief läuft, aber lassen Sie es seine eigenen, wenn auch manchmal fragwürdigen, Entscheidungen zunehmend selbstständiger treffen, aber auch die Konsequenzen selbst tragen.

Tipp Nummer 7 – Verschieben Sie langsam Ihre Prioritäten

Auch wenn sich in den letzten 10 bis 12 Jahren alles um Ihr Kind gedreht hat, es Ihr Lebensinhalt und Ihr Augenstern ist, sollten Sie jetzt langsam anfangen sich wieder verstärkt um sich selbst, Ihre Partnerschaft oder ein Hobby zu kümmern.

Kinder sind sensibel und merken auch, wenn es Mama schwerfällt loszulassen. Signalisieren Sie ihm, dass es o.k. ist, wenn es zunehmend eigene Wege geht, und genießen Sie ohne schlechtes Gewissen die immer mehr werdende Zeit für sich selbst.

Sie sehen, ich konnte Ihnen keinen Leitfaden in die Hand geben mit Dingen, die Ihr Kind in dieser Zeit unbedingt braucht, aber ich konnte Ihnen vielleicht ein paar kleine Anregungen geben und Sie zu etwas mehr Gelassenheit ermutigen.

Das Wichtigste: Hören Sie Ihrem Kind genau zu und ergründen Sie, welches Bedürfnis hinter seinen Zickereien und Ausbrüchen gerade stecken könnte. Oft löst gerade in der Pubertät der Flügelschlag eines Schmetterlings tatsächlich einen Orkan zu Hause aus.

Eingewöhnung in die Kita

Eingewöhnung in die Kita

Eingewöhnung in die Kita

Die Eingewöhnung in die Kita –
so wird der Start für Eltern und Kind leichter

So sehr man sich als Eltern sicherlich wieder auf den Berufseinstieg freut, so sehr nagt doch auch die Unsicherheit an dem einen oder der anderen, ob denn die Eingewöhnung in die Kita auch problemlos gelingen mag und das Kind sich dort wohlfühlt.

Sicherlich kann Ihnen niemand den vielleicht anfänglichen Abschiedsschmerz als Mutter nehmen, geben Sie doch Ihr Kostbarstes, Ihr eigen Fleisch und Blut in die Obhut fremder Menschen. Allerdings habe ich 10 Tipps für Sie zusammengefasst, um Ihnen den stundenweisen Abschied zu erleichtern und Ihrem Kind eine entspannte und vor allem fröhliche Eingewöhnung in die fremde Umgebung zu gewährleisten.

Tipp 1: Haben Sie kein schlechtes Gewissen!

Als Erstes sollten Sie an sich und Ihrer inneren Einstellung arbeiten. Machen Sie sich kein schlechtes Gewissen und lassen Sie sich nicht einreden, Ihr Kind mit der Betreuung in einer Kita abzuschieben. Sie haben ein Recht auf ein Leben neben Ihrem Kind und vielleicht sogar die finanzielle Notwendigkeit zu einer Berufstätigkeit. Sie haben die richtige Entscheidung für sich getroffen. Finden Sie sich daher nicht nur damit ab, sondern seien Sie stolz darauf. Auch Ihrem Kind wird eine gewisse Eigenständigkeit nicht schaden!

Tipp 2: Suchen Sie eine Einrichtung, mit deren Erziehungsstil Sie konform gehen

Sie leben vegan und möchten, dass auch Ihr Kind so erzogen wird? Sie legen viel Wert auf Waldorff-Pädagogik oder viel Zeit an der frischen Luft? Sie möchten Ihr Kind überdurchschnittlich musikalisch fördern, oder vertreten das Lebenskonzept von Sebastian Kneipp? Dann sollten Sie bei der Wahl der Kindereinrichtung sorgsam sein und frühzeitig mit der Suche nach einer geeigneten Kita beginnen.

Nehmen Sie in einem solchen Fall lieber längere Wege in Kauf, aber seien Sie sicher, dass Ihre pädagogischen Vorstellungen mit denen der Erzieher zusammenpassen. Haben Sie sich entschieden, dann geben Sie die Pädagogik für die Zeit des Aufenthaltes Ihres Kindes aber auch uneingeschränkt in die Hände der Erzieherinnen. Nicht alles, was anders ist als zu Hause, ist schlecht und nicht alles, was Ihnen nicht gefällt schadet Ihrem Kind. Lernen Sie, auch hier ein Stück weit loszulassen und zu vertrauen.

Tipp 3: Machen Sie Ihr Kind neugierig auf den Kindergarten

Erwähnen Sie in den Wochen vor der Eingewöhnung oft, aber beiläufig den Kindergarten und heben Sie die Vorteile hervor. Ihr Kind lernt neue Freunde kennen, kann neue Spielsachen ausprobieren und wird viele aufregende Sachen erleben. Es ist leicht das Kind neugierig auf den Neues zu machen, nutzen Sie das!

Vermeiden Sie jedoch negative Äußerungen oder Bedenken im Beisein Ihres Kindes. Achten Sie in Gesprächen mit Freuden oder dem Partner darauf, dass das Kind nicht anwesend ist, wenn Sie über Bedenken oder Ängste sprechen, ob denn auch alles reibungslos verlaufen wird. Das schürt bei den Kindern eine Unsicherheit, die ihnen erst recht Angst macht.

Tipp 4: Nutzen Sie Schnuppertage in der Einrichtung

Bietet die Kita Schnuppertage vor der Eingewöhnung an, nehmen Sie dieses Angebot an. So kann Ihr Kind bereits die Gruppenräume kennenlernen, erste Kontakte zu Erzieherinnen knüpfen und vielleicht sogar schon auf den einen oder anderen zukünftigen Freund zugehen.

Tipp 5: Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Abnabeln

Wenn das Kind gewohnt ist, den einen oder anderen Tag bei Oma und Opa zu verbringen oder bei einem Freund zum Spielen eingeladen zu sein, wird der Abschied viel leichter fallen. Denn Ihr Kind hat bereits gelernt, dass Mama wieder kommt, auch wenn sie die eine oder andere Stunde einmal nicht in direkter Reichweite ist.

Beginnen Sie daher vor der Eingewöhnung damit, Ihr Kind für kurze Zeit in einer vertrauten Umgebung von Menschen, die es kennt und denen es vertraut, fremdbetreuen zu lassen. Das hilft nicht nur Ihrem Kind, sondern vielleicht auch Ihnen, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Tipp 6: Suchen Sie die Utensilien für den Kindergarten gemeinsam aus

Ob Rucksack oder Brotdose – Ihr Kind sollte bei der Auswahl ein gewisses Mitspracherecht haben. Mama sollte darauf achten, dass alle Features vorhanden und alle Kriterien erfüllt sind, in Bezug auf die Farbe oder das eine oder andere Motiv, sollten Sie dem Kind aber durchaus etwas freie Hand geben, auch wenn Ihr Geschmack an der Stelle vielleicht nicht unbedingt getroffen wird.

Tipp 7: Auf Altersunterschied in der Gruppe achten

Während einige Einrichtungen die Gruppen streng nach Alter trennen, setzen andere Kindergärten auf gemischte Gruppen, sodass jüngere Kinder von den Älteren lernen und Älteren beigebracht wird, Verantwortung zu übernehmen.

Welches Konzept für Sie das Richtige scheint, das müssen Sie selbst entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass in der Gruppe Ihres Kindes einige Gleichaltrige betreut werden. Ihr Kind braucht das, um Freundschaften zu schließen und sein Sozialverhalten gesund entwickeln zu können.

Tipp 8: Eingewöhnung so lang wie nötig, so kurz wie möglich

Gut wenn Sie Ihr Kind langsam an den Alltag in der Kita gewöhnen wollen und so bieten die meisten Einrichtungen an, die Kinder bis zu zwei Wochen zu begleiten und für immer länger werdende Zeiträume allein in der Einrichtung zu lassen.

Nehmen Sie sich die Zeit, wenn Ihr Kind diese braucht, aber ziehen Sie die Eingewöhnung auch nicht unnötig in die Länge. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind gut klarkommt und Sie nicht vermisst, verabschieden Sie sich kurz und unterdrücken Sie den eigenen Wunsch, das Verhalten und den Tagesablauf beobachten zu müssen.

Tipp 9: Halten Sie die Abschiede kurz

Verabschieden Sie sich kurz und knapp von Ihrem Kind mit einer Selbstverständlichkeit, die dem Kleinen signalisiert, dass das, was hier passiert normal ist und es keinen Grund für Theatralik gibt. Hängen Sie ewig an seinem Hals, geben Ihnen tausend Küsse oder haben vielleicht selbst Tränen in den Augen, muss sich das Kind zwangsläufig fragen, wovor Mama Angst hat und was denn Schlimmes passieren kann.

Tipp 10: Kontinuität sorgt für schnelle Eingewöhnung

Auch wenn Sie in den ersten Wochen oder Monaten, in denen Ihr Kind die Einrichtung besucht vielleicht noch nicht wieder berufstätig sind, sollten Sie es vermeiden, Ihr Kind regelmäßig zu Hause zu lassen und Ausnahmen zu machen.

Lassen Sie sich gar nicht erst überreden, spätestens, wenn der Berufsalltag Sie wieder hat, können Sie dem Genörgel ohnehin nicht mehr nachgeben. Vereinbaren Sie lieber, das Kind ausnahmsweise, oder regelmäßig immer freitags vor dem Schlafengehen als Mittagskind zu holen. Das schafft Kontinuität und bietet trotzdem Raum für ein Highlight.