Die Geschichte des Kindergartens

Die Geschichte des Kindergartens

Die Geschichte des Kindergartens

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wann der Kindergarten eigentlich erfunden wurde und wann? Man kann sich sicherlich denken, dass es damals, nicht so wie heute, auf die Pädagogik ankam, sondern eher darum, die Kinder unter zu bringen, während die Mütter zur Arbeit gingen.

Doch hätten Sie gedacht, dass der erste öffentliche Kindergarten bereits im 18. Jahrhundert eröffnet wurde? Ich wurde bei meiner Recherche ebenso überrascht und möchte Ihnen diese spannende Geschichte daher nicht vorenthalten und in aller Kürze erzählen.

Die Entstehung des Kindergartens im 18. Jahrhundert

Mit zunehmender Industrialisierung zog es im 18. Jahrhundert immer mehr Menschen vom Land in die Stadt, was zur Folge hatte, dass die bis dahin gängigen Großfamilien immer weniger wurden. Da darüber hinaus durch die Landflucht auch die Frauen nun zunehmend in Fabriken als zu Hause oder auf dem Feld arbeiteten, wurde die öffentliche Kinderbetreuung gegen Ende des Jahrhunderts langsam zum Thema.

So wurde um 1760 die erste private Einrichtung als sogenannte „Strickschule“ im Elsass gegründet und stellte eine Mischung aus unserem heutigen Kindergarten und Hort dar. Die erste öffentliche Einrichtung dieser Art ließ jedoch noch bis 1780 auf sich warten und wurde als Kinderbewahranstalt in Straubing gegründet.

Die Entwicklung des Kindergartens im 19. Jahrhundert

In den folgenden 100 Jahren entwickelten sich die Kinderbewahranstalten schnell weiter und es wurde vor allem der pädagogische Auftrag einer solchen Einrichtung früh erkannt. So gründete beispielsweise im Jahr 1835 ein Pfarrer in Schwarzburg-Sondershausen eine sogenannte Warte- und Pflegeanstalt für kleine Kinder.

Der Durchbruch kam mit Friedrich Wilhelm August Fröbel, der im Jahr 1840 in Bad Blankenburg den ersten „Allgemeinen Deutschen Kindergarten“ gründete und damit eine neue Ära in der Kinderbetreuung einleitete.

Seine Idee, die dem Ganzen auch schlussendlich den Namen gab, war, dass die Kinder in einer solchen Einrichtung wie eine kleine Pflanze in einem Garten gepflegt und großgezogen werden müssen und die Pädagogik in einer solchen Einrichtung als Vorbild für alle Frauen und Familien dienen sollte. Nach diesem Ansinnen entstanden bis 1946 in Deutschland Kindergärten in 7 Städten.

Niedergang und Wiederauferstehung

Ein Rückschlag kam, als Kindergärten nach Fröbels Pädagogik 1851 in Preußen und Bayern verboten wurden, da angeblich zu viel atheistisches und zu wenig staatliches Gedankengut vermittelt würde. Ungeachtet dessen hatte sich im Jahr 1852 die Zahl der Kleinkinderverwahrungsanstalten, wie die staatlichen Einrichtungen zu der Zeit hießen, in Bayern bereits auf 91 erhöht.

Als wichtigster Meilenstein galt, nach der Aufhebung des Verbots der Fröbel’schen Einrichtungen im Jahr 1860, die Gründung des Deutschen Fröbelverbands durch August Köhler, der in Anlehnung an dessen Philosophie die „Köhler Kindergartenpädagogik“ zum Leben erweckte. Ein Modell, das fortan in vielen Kindergärten Anwendung finden sollte.

Wie sich der Kindergarten im 20. Jahrhundert durchsetzte

Bereits im Jahr 1910 gab es für 13% der Kinder einen Kindergartenplatz. Eine Zahl, die bis zum Ende des Jahrhunderts noch gewaltig nach oben schnellen sollte.

Während im Jahr 1919 in Hamburg der erste Kindergarten für Taubstumme seine Pforten öffnete, begann um 1920 auch die Montessori-Pädagogik zunehmend in derlei Einrichtungen Einzug zu halten.

Den größten Aufschwung erlebte der Kindergarten jedoch im 2. Weltkrieg, da nicht nur die Männer an der Front waren und die Frauen in der Rüstungsindustrie arbeiten mussten, sondern diese Einrichtungen auch ganz gezielt dazu genutzt worden sind, das nationalsozialistische Gedankengut bereits in die Köpfe der Kleinsten zu implizieren. So hatte sich die Versorgungsquote im Jahr 1941 bereits auf 31 % gesteigert.

Unterschiedliche Entwickelungen des Kindergartens in BRD und DDR

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Teilung Deutschlands entwickelte sich der Kindergarten ganz unterschiedlich weiter.

Während man in der BRD mehr auf die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Kindes Wert legte und die Erziehungsfrage und Pädagogik eher im Elternhaus klärte, war der Kindergarten in der DDR bereits Teil des Bildungssystems und entwickelte sich rasant weiter. Begründet lag dies vor allem im wesentlich höheren Anteil berufstätiger Frauen, im Vergleich zum Westen der Republik.

So kam es, dass in der BRD lediglich rund 40% der Kinder einen Betreuungsplatz hatten und brauchten, während die Versorgungsquote in der DDR bei knapp 70% lag.

Der Kindergarten heute

Heute ist der Kindergarten wichtiger denn je und entwickelte sich in den letzten Jahren auch im Westen Deutschlands zu einem grundlegenden Bestandteil des Bildungssystems.

Orientierungspläne sollen helfen die Kinder individuell zu fördern und optimal auf die weiterführende Pädagogik vorzubereiten und ein gesetzlicher Anspruch auf einen Kindergartenplatz soll den Frauen zunehmend die Möglichkeit geben mit Kind in den Beruf zurückkehren zu können.

Betriebskindergärten, die steuerlich lohnenswerte Übernahme der Betreuungskosten durch den Arbeitgeber, Ganztagseinrichtungen für Schichtarbeiter oder auch Montessori- oder Waldkindergärten – eine wahnsinnige Entwicklung hat stattgefunden, die zum einen aus der Tatsache resultiert, dass in vielen Familien beide Elternteile arbeiten gehen müssen oder wollen, zum anderen auch darin begründet liegt, dass besonders auch Kindern aus sozial schwachen Familien die Möglichkeit einer wertvollen Pädagogik durch den Staat eröffnet werden soll.

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