Eingewöhnung in die Kita

Eingewöhnung in die Kita

Die Eingewöhnung in die Kita –
so wird der Start für Eltern und Kind leichter

So sehr man sich als Eltern sicherlich wieder auf den Berufseinstieg freut, so sehr nagt doch auch die Unsicherheit an dem einen oder der anderen, ob denn die Eingewöhnung in die Kita auch problemlos gelingen mag und das Kind sich dort wohlfühlt.

Sicherlich kann Ihnen niemand den vielleicht anfänglichen Abschiedsschmerz als Mutter nehmen, geben Sie doch Ihr Kostbarstes, Ihr eigen Fleisch und Blut in die Obhut fremder Menschen. Allerdings habe ich 10 Tipps für Sie zusammengefasst, um Ihnen den stundenweisen Abschied zu erleichtern und Ihrem Kind eine entspannte und vor allem fröhliche Eingewöhnung in die fremde Umgebung zu gewährleisten.

Tipp 1: Haben Sie kein schlechtes Gewissen!

Als Erstes sollten Sie an sich und Ihrer inneren Einstellung arbeiten. Machen Sie sich kein schlechtes Gewissen und lassen Sie sich nicht einreden, Ihr Kind mit der Betreuung in einer Kita abzuschieben. Sie haben ein Recht auf ein Leben neben Ihrem Kind und vielleicht sogar die finanzielle Notwendigkeit zu einer Berufstätigkeit. Sie haben die richtige Entscheidung für sich getroffen. Finden Sie sich daher nicht nur damit ab, sondern seien Sie stolz darauf. Auch Ihrem Kind wird eine gewisse Eigenständigkeit nicht schaden!

Tipp 2: Suchen Sie eine Einrichtung, mit deren Erziehungsstil Sie konform gehen

Sie leben vegan und möchten, dass auch Ihr Kind so erzogen wird? Sie legen viel Wert auf Waldorff-Pädagogik oder viel Zeit an der frischen Luft? Sie möchten Ihr Kind überdurchschnittlich musikalisch fördern, oder vertreten das Lebenskonzept von Sebastian Kneipp? Dann sollten Sie bei der Wahl der Kindereinrichtung sorgsam sein und frühzeitig mit der Suche nach einer geeigneten Kita beginnen.

Nehmen Sie in einem solchen Fall lieber längere Wege in Kauf, aber seien Sie sicher, dass Ihre pädagogischen Vorstellungen mit denen der Erzieher zusammenpassen. Haben Sie sich entschieden, dann geben Sie die Pädagogik für die Zeit des Aufenthaltes Ihres Kindes aber auch uneingeschränkt in die Hände der Erzieherinnen. Nicht alles, was anders ist als zu Hause, ist schlecht und nicht alles, was Ihnen nicht gefällt schadet Ihrem Kind. Lernen Sie, auch hier ein Stück weit loszulassen und zu vertrauen.

Tipp 3: Machen Sie Ihr Kind neugierig auf den Kindergarten

Erwähnen Sie in den Wochen vor der Eingewöhnung oft, aber beiläufig den Kindergarten und heben Sie die Vorteile hervor. Ihr Kind lernt neue Freunde kennen, kann neue Spielsachen ausprobieren und wird viele aufregende Sachen erleben. Es ist leicht das Kind neugierig auf den Neues zu machen, nutzen Sie das!

Vermeiden Sie jedoch negative Äußerungen oder Bedenken im Beisein Ihres Kindes. Achten Sie in Gesprächen mit Freuden oder dem Partner darauf, dass das Kind nicht anwesend ist, wenn Sie über Bedenken oder Ängste sprechen, ob denn auch alles reibungslos verlaufen wird. Das schürt bei den Kindern eine Unsicherheit, die ihnen erst recht Angst macht.

Tipp 4: Nutzen Sie Schnuppertage in der Einrichtung

Bietet die Kita Schnuppertage vor der Eingewöhnung an, nehmen Sie dieses Angebot an. So kann Ihr Kind bereits die Gruppenräume kennenlernen, erste Kontakte zu Erzieherinnen knüpfen und vielleicht sogar schon auf den einen oder anderen zukünftigen Freund zugehen.

Tipp 5: Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Abnabeln

Wenn das Kind gewohnt ist, den einen oder anderen Tag bei Oma und Opa zu verbringen oder bei einem Freund zum Spielen eingeladen zu sein, wird der Abschied viel leichter fallen. Denn Ihr Kind hat bereits gelernt, dass Mama wieder kommt, auch wenn sie die eine oder andere Stunde einmal nicht in direkter Reichweite ist.

Beginnen Sie daher vor der Eingewöhnung damit, Ihr Kind für kurze Zeit in einer vertrauten Umgebung von Menschen, die es kennt und denen es vertraut, fremdbetreuen zu lassen. Das hilft nicht nur Ihrem Kind, sondern vielleicht auch Ihnen, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Tipp 6: Suchen Sie die Utensilien für den Kindergarten gemeinsam aus

Ob Rucksack oder Brotdose – Ihr Kind sollte bei der Auswahl ein gewisses Mitspracherecht haben. Mama sollte darauf achten, dass alle Features vorhanden und alle Kriterien erfüllt sind, in Bezug auf die Farbe oder das eine oder andere Motiv, sollten Sie dem Kind aber durchaus etwas freie Hand geben, auch wenn Ihr Geschmack an der Stelle vielleicht nicht unbedingt getroffen wird.

Tipp 7: Auf Altersunterschied in der Gruppe achten

Während einige Einrichtungen die Gruppen streng nach Alter trennen, setzen andere Kindergärten auf gemischte Gruppen, sodass jüngere Kinder von den Älteren lernen und Älteren beigebracht wird, Verantwortung zu übernehmen.

Welches Konzept für Sie das Richtige scheint, das müssen Sie selbst entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass in der Gruppe Ihres Kindes einige Gleichaltrige betreut werden. Ihr Kind braucht das, um Freundschaften zu schließen und sein Sozialverhalten gesund entwickeln zu können.

Tipp 8: Eingewöhnung so lang wie nötig, so kurz wie möglich

Gut wenn Sie Ihr Kind langsam an den Alltag in der Kita gewöhnen wollen und so bieten die meisten Einrichtungen an, die Kinder bis zu zwei Wochen zu begleiten und für immer länger werdende Zeiträume allein in der Einrichtung zu lassen.

Nehmen Sie sich die Zeit, wenn Ihr Kind diese braucht, aber ziehen Sie die Eingewöhnung auch nicht unnötig in die Länge. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind gut klarkommt und Sie nicht vermisst, verabschieden Sie sich kurz und unterdrücken Sie den eigenen Wunsch, das Verhalten und den Tagesablauf beobachten zu müssen.

Tipp 9: Halten Sie die Abschiede kurz

Verabschieden Sie sich kurz und knapp von Ihrem Kind mit einer Selbstverständlichkeit, die dem Kleinen signalisiert, dass das, was hier passiert normal ist und es keinen Grund für Theatralik gibt. Hängen Sie ewig an seinem Hals, geben Ihnen tausend Küsse oder haben vielleicht selbst Tränen in den Augen, muss sich das Kind zwangsläufig fragen, wovor Mama Angst hat und was denn Schlimmes passieren kann.

Tipp 10: Kontinuität sorgt für schnelle Eingewöhnung

Auch wenn Sie in den ersten Wochen oder Monaten, in denen Ihr Kind die Einrichtung besucht vielleicht noch nicht wieder berufstätig sind, sollten Sie es vermeiden, Ihr Kind regelmäßig zu Hause zu lassen und Ausnahmen zu machen.

Lassen Sie sich gar nicht erst überreden, spätestens, wenn der Berufsalltag Sie wieder hat, können Sie dem Genörgel ohnehin nicht mehr nachgeben. Vereinbaren Sie lieber, das Kind ausnahmsweise, oder regelmäßig immer freitags vor dem Schlafengehen als Mittagskind zu holen. Das schafft Kontinuität und bietet trotzdem Raum für ein Highlight.

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