Betreuung des Kindes durch Kindergarten oder Oma

Betreuung des Kindes durch Kindergarten oder Oma –
eine Frage der Einstellung und der Möglichkeiten

Wer keine Oma in der Nähe wohnen hat, die auf ihre Enkel aufpassen kann, während Mama und Papa auf Arbeit gehen, für den stellt sich diese Frage ohnehin nicht. Doch auch wer auf diese Möglichkeit zurückgreifen könnte, sollte sich gut überlegen, ob diese Art der Betreuung eine echte Alternative zur Kita ist, denn nicht immer tut diese Konstellation auf Dauer allen Beteiligten auch gut. Was es zu beachten gilt und unter welchen Umständen ein Kind in der Kita besser aufgehoben zu sein scheint können Sie hier nachlesen.

Zwei Generationen – zwei Welten die aufeinander prallen

Sie streiten sich oft mit Ihrer Mutter über die alltäglichen Kleinigkeiten und wundern sich manchmal über ihre Ansichten? Dann sollten Sie gut überlegen, ob Sie ihr einen solch großen Einfluss in die Erziehung Ihres Kindes einräumen wollen.

Auch wenn Sie nur einen Teilzeitjob haben, wird Ihr Kind einen Großteil der Zeit bei den Großeltern verbringen und diese die Entwicklung und Erziehung des oder der Kleinen wesentlich beeinflussen. Gehen Ihre Weltansichten zu weit auseinander, sollten Sie nicht noch weiter für Zündstoff sorgen und Ihrer beider Nerven schonen.

Beide Seiten müssen sich in Aufgeschlossenheit und Toleranz üben

Zu einer Tagesbetreuung bei den Großeltern gehört von beiden Seiten eine große Portion Vertrauen aber auch Offenheit dazu, denn es ist etwas anderes, ob Oma das Kind nur ein paar Stunden am Wochenende verwöhnt, oder das zum Dauerprogramm wird.

Die Oma muss sich daher von Anfang an der vollen Verantwortung bewusst sein, dass zwischen Verwöhnen und Verziehen ein sehr schmaler Grat liegt und gut gemeint nicht immer gut gemacht ist.

Doch auch Mama und Papa müssen lernen loszulassen und Oma nicht alles vorzuschreiben. Während in einer Kita eine gewisse Distanz und somit auch eine Professionalität zwischen den Parteien herrscht, neigen Eltern oft dazu, Oma und Opa ständig in den Tagesablauf reinreden zu wollen. Trauen Sie den beiden etwas zu, schließlich haben Sie an Ihnen bereits gezeigt, dass sie das richtig gut können.

Freundschaften pflegen und Sozialkompetenz lernen

Gerade wenn die Großeltern schon etwas betagter sind, kann es passieren, dass sie mit den Kindern lieber Bücher anschauen und basteln, als Freunde auf dem Spielplatz zu treffen. Doch ist für eine gesunde Entwicklung der Kinder beides wichtig, denn so viel Wert man, gerade im Hinblick auf die Schule, auf eine gute Feinmotorik legen sollte, so wichtig ist auch die Sozialkompetenz der Kinder.

Wer nicht früh genug gelernt hat Konflikte mit anderen auszutragen, wer nie einen Freund finden musste, gestritten und sich wieder vertragen hat, wer sich nie durchsetzen musste, aber auch nicht lernen konnte nachzugeben und Kompromisse zu schließen, der wird es in der Schule und im späteren Leben schwerer haben als seine Altersgenossen.

Achten Sie daher darauf, dass ihr Kind unter Gleichaltrige kommt. Das kann, wenn es nicht der Kindergarten ist, auch ein Sportverein, eine Krabbelgruppe oder die Nachbarschaft sein. Hauptsache die Kinder sind oft unter Ihresgleichen und lernen miteinander umzugehen, in guten und in schwierigen Situationen.

Ist es noch Verantwortungsbewusstsein oder schon Angst?

Wer die Verantwortung für ein „fremdes“ Kind übernimmt, ist oft übervorsichtig, vor allem Großeltern, die alles richtig machen wollen und für die das, im Gegensatz zu Erzieherinnen in der Kita, nicht das tägliche Brot ist.

Doch so hart es klingt, Kinder müssen auch einmal negative Erfahrungen machen. Das heißt nicht, dass sie auf die heiße Herdplatte fassen sollen, aber sie müssen Enttäuschungen erleben, eigene Grenzen kennen und ausloten lernen, sie müssen sich überschätzen und auf die Nase fallen dürfen und sie müssen das, für viele Großeltern viel zu gefährliche, Klettergerüst auch mal alleine bezwingen können um stolz auf sich zu sein.

Geben Sie den Großeltern daher, sooft es geht, das Gefühl, dass sie das Kind nicht überbehüten sollen, und leben Sie das im gemeinsamen Umgang auch vor, denn nur so kann sich Ihr Kind altersgerecht entwickeln und geht später selbstbewusst eigene Wege.

Die Vorbereitungen auf die Schule

So schön es bei Oma und Opa auch ist, es ist ratsam, die Kleinen wenigstens im letzten Jahr vor dem Schulstart in die Obhut eines Kindergarten zu geben. Nicht nur, dass dort in Vorbereitung auf die Schule viele tolle Programmpunkte auf dem Plan stehen, das Kind muss auch langsam lernen loszulassen und ein paar Stunden ohne den sicheren Schoß der Familie zurechtzukommen.

Es muss lernen zu warten, bis es an der Reihe ist und still zu sitzen wenn Beschäftigungszeit ist, es muss lernen sich anzupassen und sich an die Regeln und Tagesabläufe in den Einrichtungen gewöhnen. Es sollte in noch spielerischer Atmosphäre seine ersten Klassenkameraden kennenlernen dürfen und stolz seine ersten eigenen Wege gehen. So wird nicht nur der Schulstart erleichtert, sondern Oma und Opa auch wieder entlastet.

Beides hat seine guten Seiten

Man kann somit nicht pauschal sagen, dass das eine oder andere Modell gut oder schlecht ist. Das ist sehr situationsabhängig und kommt auch auf die Menschen und den Umgang miteinander an. Vielleicht kann man auch beides kombinieren, wichtig ist nur, dass alle damit glücklich sind und sich wohl mit dieser Entscheidung fühlen.

So sollten auch Oma und Opa ganz ehrlich sagen dürfen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sie sich der Sache nicht mehr gewachsen fühlen. Und auch Mama und Papa müssen die Reißleine ziehen dürfen, wenn sie der Meinung sind, dass der Sprössling doch in einer Kita altersgerechter betreut wäre – und das ohne böses Blut und bitteren Nachgeschmack auf beiden Seiten.

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Ich hoffe, dieser Tipp hat ihnen gefallen. Habe ich noch was vergessen?
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