Selbstverteidigung für Kindergartenkinder

Selbstverteidigung für Kindergartenkinder

Ein Selbstverteidigungskurs für Kita-Kinder?

Was auch mich zunächst etwas skeptisch stimmte, macht wirklich Sinn und ist eine tolle Sache, wenn man sich mit den Hintergründen und Inhalten eines solchen Kurses beschäftigt. Im Rahmen einer Projektwoche in einem Kindergarten wurde bereits den Kleinsten eine Schnupperstunde und ein Probetraining in Selbstverteidigung angeboten.

Da ich das durchaus etwas befremdlich fand, bereits in einem solch jungen Alter mit Selbstverteidigung zu beginnen, machte ich mich kundig und bin mittlerweile so überzeugt von dieser Sache, dass ich Ihnen als Erzieher und Eltern gern davon erzählen möchte.

Mobbing und Gewalt kennen mittlerweile keine Altersgrenze mehr

Wir als Eltern können unsere Kinder nicht vor allem beschützen, da die Gefahren oft dort lauern, wo wir sie am wenigsten vermuten. Da ist ein Familienmitglied, welches sich unbemerkt mehr für die Tochter interessiert als normal ist, oder zwei Jungs im Kindergarten, welche dem eigenen Kind täglich das Leben schwer machen.

Da sind kleine Mädchen, die das eigene Kind mobben und man hört sogar in den Medien von Tagesmüttern und Erziehern, deren Methoden ein ungesundes Gewalt- und Aggressionspotenzial beinhalten und die kleinen Kinderseelen auf Dauer schaden nehmen lassen.

Was all diesen Kindern oft gemein ist – sie schämen sich, haben Angst, mit ihren Eltern darüber zu sprechen und erleiden lieber viele Jahre stumm die Qualen, als sich jemanden anzuvertrauen. Die Täter werden immer jünger und eine Altersgrenze für Opfer gibt es ebenfalls nicht.

Gefahren erkennen und ein Selbstgefühl entwickeln

Sicherlich haben viele Eltern, wenn sie von einem Selbstverteidigungskurs für Kinder hören, die Vorstellung, dass ihre Jüngsten dort Kampftechniken und Griffe zur Selbstverteidigung lernen. Nun, das stimmt nicht so ganz.

Bei den Kindern geht es vorrangig darum, Gefahren zunächst einmal zu erkennen und die kleinen unbedarften Seelen für solche Dinge zu sensibilisieren, ohne ihnen unnötige Angst zu machen und sie zu traumatisieren. Eine Aufgabe, die viel Erfahrung und vor allem Fingerspitzengefühl erfordert.

Die Kinder bekommen vermittelt, dass jemand, der Böses tut, nicht zwangsläufig böse aussehen muss und sollen ein Gespür für die eigenen Grenzen entwickeln. Besonders für Mädchen ist es wichtig, ein Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen und Grenzen gegenüber anderen zu ziehen.

Selbstbewusstsein signalisieren ist die erste Prävention

„Kinder sind grausam“, heißt es. Das ist richtig. Nicht nur Jungen, auch Mädchen neigen in Gruppen dazu, sich das schwächste Glied zu suchen und an ihm Macht und Erhabenheit zu demonstrieren, Grenzen auszutesten und auch Gewalt zu verüben.

Mag man darüber philosophieren, was bei solchen Kindern im Elternhaus oder der Erziehung schiefgelaufen ist, dass sie andere nicht nur körperlich, sondern auch seelisch quälen müssen, Fakt ist jedoch, dass das mittlerweile nicht nur der Alltag an den Schulen, sondern auch beängstigende Realität an Kindergärten ist.

Ein Selbstverteidigungskurs für Kinder lernt den Kleinen zuerst einmal Selbstbewusstsein. Kopf hoch, Brust raus – hieß es früher. Auch wenn man es heute anders formulieren wird, mahnt es doch dazu, dass man weder mit gesenktem Kopf noch mit schüchternem Blick Unsicherheit zur Schau tragen soll, um sich nicht zur leichten Beute zu machen.

Klare Kommunikation und ein offenes Wort

Klar können die Kinder reden, aber sagen sie auch, was sie wollen und vor allem was sie nicht wollen? Ein Selbstverteidigungskurs für Kinder hilft den Kleinen ein Ja und besonders auch ein Nein klar und deutlich zu kommunizieren. Sie sollen ermutigt werden auch Ablehnung zum Ausdruck zu bringen, wenn sie angefasst werden oder zur Herausgaben von Pausenbrot, Kuscheltier und Co. genötigt werden.

Auch, dass die Kinder sich nach einer solchen Situation Eltern oder Erziehern anvertrauen, ist nicht immer selbstverständlich. Oft wird ihnen Schlimmeres angedroht oder sie haben das Gefühl von den Vertrauenspersonen dafür noch ausgelacht zu werden.

Viele Eltern, deren Kinder Mobbing über Jahre still ertragen haben oder sexuelle Übergriffe, vor allem von Verwandten oder Bekannten, jahrelang erdulden mussten, hätten gedacht, dass ihr Kind doch weiß, dass es mit all seinen Problemen zu ihnen kommen kann.

Verhalten in Gefahrensituationen

Letztlich ist es auch wichtig zu wissen, wie man in Gefahrensituationen körperlich reagieren kann. Was man tun kann, wenn man angegriffen, gemobbt oder sexuell belästigt wird. Auch das wird den Kindern in einem solchen Selbstverteidigungskurs beigebracht.

Dabei geht es jedoch nicht darum zu kämpfen, da die Kleinen natürlich ohnehin kräftemäßig unterlegen sind. Vielmehr geht es darum, nicht stumm zu erdulden, sondern auf sich aufmerksam zu machen und sich aus der Situation zu lösen um Hilfe zu holen.

Für einen Selbstverteidigungskurs für Kinder ist immer die richtige Zeit

Ein solcher Kurs wird für alle Altersstufen und auch für Jugendliche angeboten. Ganz individuell an das Alter der Kinder angepasst, werden sie mit den Gefahren vertraut gemacht und erlernen, je nach Alter und körperlicher Entwicklung, die Techniken der Selbstverteidigung.

Kleine Angsthasen werden ermutigt und größeren, vielleicht bereits zur Aggression neigenden, Proleten werden auch einmal ihre Grenzen aufgezeigt und beigebracht, dass körperliche Gewalt für nichts eine Lösung darstellt.

Von daher ist es nie zu spät und selten zu früh, Ihr Kind für einen solchen Kurs anzumelden. Ich persönlich halte das für eine tolle Sache und finde, dass Hilfe zur Selbsthilfe für unsere Kinder heute wichtiger ist denn je. Im Gegensatz zu einem Gespräch zu Hause sind die Kinder unter sich und die einsetzende Gruppendynamik hilft, gerade den Schüchternen und Ängstlichen, aus sich heraus zu gehen und zu beobachten, wie andere erfolgreich mit bestimmten Situationen umgehen.

Ich hoffe, dieser Tipp hat ihnen gefallen. Habe ich noch was vergessen?
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Mit lieben Grüßen, Ihr Kindergartenfotograf, Ralf Schmidt

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